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| Foto oben links©Piotr Bialoglowisz, Foto oben rechts: ©Robert Patz, Vernissage in der Schwartzschen Villa, 2016 Fotos unten ©Tim Bussen, Vernissage/Eröffnungsrede Kunstverein Ingolstadt 12/2009 |
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Montag, 19. März 2018
Katharina und Michael Rutschky
Mittwoch, 10. September 2014
Wartende Hunde im Tagesspiegel
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| Wartende Hunde im Tagesspiegel. |
»Tierisch Berlin« heißt die Seite im Berliner Tagesspiegel, auf der sich alles rund um das Thema Tier dreht. Heute stellt der Redakteur Christoph Stollowsky dort mein Buch »Wartende Hunde« vor und schließt seine Besprechung mit dem Satz: »Kurzum: Für alle, die Hunde mögen, ist dieses ganz und gar ungewöhnliche Buch das perfekte Geschenk.»
Genau!
Auf Tagesspiegel.de erhält man einen virtuellen Einblick und kann natürlich auch den Artikel nachlesen.
»Wartende Hunde« sind in jeder Buchhandlung erhältlich, außerdem auch in der Galerie R31, in der am Donnerstag,18.9.14, die nächste Ausstellung von Daniel und Thomas Wenk eröffnet wird.
»Wartende Hunde – Ein Buch über die Treue«
Hardcover, 300 Seiten, 199 farbige und meist ganzseitige Abbildungen,
Texte von Katharina Rutschky.
Fred & Otto Verlag, Berlin.
ISBN: 978-3-9815321-2-8
22,90 Euro.
Montag, 27. Januar 2014
Wartende Hunde – die Buchpremiere
Gestern war die Buchpremiere von »Wartende Hunde«, und ich habe mich sehr gefreut, dass so viele Menschen trotz der bitteren Kälte nach Friedrichshain in die schönen Räume der Agentur stratum kamen. Der Lesesaal war natürlich wohltemperiert (Dank an Frau Kerns und Herrn Häussler für die Veranstaltungslogistik!).
Prima auch, dass viele supporter der crowdfunding Aktion auf startnext da gewesen sind.
Auf der Premiere las ich nach der Begrüßung und kurzen Gebrauchsanweisung für »Wartende Hunde. Ein Buch über die Treue« zunächst aus den Texten von Katharina Rutschky, die im Buch abgedruckt sind und schließlich noch Geschichten aus meinem Erzählband Musik für Barbiepuppen, in denen Hunde eine Rolle spielen.
Übrigens: Auf der Lesung stellten die Keramikerin Petra Abel und ich – wir kennen uns noch aus unserem Studium der Freien Kunst an der Uni Kassel – Prototypen einer Tassen-Edition vor, die mit meinen Hundezeichnungen versehen sind. Zum Ensemble gehören auch Hundenäpfe, die gestern allerdings noch im Brennofen waren...
Ca. Anfang März 2014 geht alles in den Handel. Bald mehr dazu.
Prima auch, dass viele supporter der crowdfunding Aktion auf startnext da gewesen sind.
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| Wartende Hunde. Premierenlesung in der Agentur Stratum. Fotos: MZ Schröder |
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| Wartende Hunde. Lesung und danach. Fotos: Anja Wrede |
Übrigens: Auf der Lesung stellten die Keramikerin Petra Abel und ich – wir kennen uns noch aus unserem Studium der Freien Kunst an der Uni Kassel – Prototypen einer Tassen-Edition vor, die mit meinen Hundezeichnungen versehen sind. Zum Ensemble gehören auch Hundenäpfe, die gestern allerdings noch im Brennofen waren...
Ca. Anfang März 2014 geht alles in den Handel. Bald mehr dazu.
Donnerstag, 16. Februar 2012
Olompische Kekse
...gabs am Wochenende im Atelier, wo aus gegebenem Anlass gefeiert wurde. Eingeladen waren Gäste, die mich im vergangenen Jahr ganz besonders unterstützt hatten.
Bevor die Gäste anrückten, wollte ich noch schnell eine rauchen (im Atelier ist bekannterweise Rauchverbot) und als ich die Tür – ganz in Gedanken an den ersten Zug – öffnete, standen dort bereits die ersten Besucher. Ich erschrak, fast wär mir die Kippe aus der Hand gefallen.
Und schämte mich etwas.
Erschrecken, wenn die Gäste kommen..., toller Titel, bemerkte der Herr vom Schema, der zu den ersten gehörte und überreichte mir einen „unerschöpflichen Ratgeber“ von 1934 aus dem Ullstein Verlag. Mit persönlicher Widmung und aus der Bibliothek seiner Frau Katharina. In diesem Werk ist u.a. nachzulesen, dass erlegtes Wild in Fell und Federn zu lagern ist (Abhängen). Auch toll!
Zum Schluß wurde das Rauchverbot aufgehoben und weil das Atelier so menschenvoll war, vergaß ich es, diesen Zustand zu fotografieren.
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| olompische Kekse |
Bevor die Gäste anrückten, wollte ich noch schnell eine rauchen (im Atelier ist bekannterweise Rauchverbot) und als ich die Tür – ganz in Gedanken an den ersten Zug – öffnete, standen dort bereits die ersten Besucher. Ich erschrak, fast wär mir die Kippe aus der Hand gefallen.
Und schämte mich etwas.
Erschrecken, wenn die Gäste kommen..., toller Titel, bemerkte der Herr vom Schema, der zu den ersten gehörte und überreichte mir einen „unerschöpflichen Ratgeber“ von 1934 aus dem Ullstein Verlag. Mit persönlicher Widmung und aus der Bibliothek seiner Frau Katharina. In diesem Werk ist u.a. nachzulesen, dass erlegtes Wild in Fell und Federn zu lagern ist (Abhängen). Auch toll!
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| Festtafel – bevor die Gäste kamen |
Zum Schluß wurde das Rauchverbot aufgehoben und weil das Atelier so menschenvoll war, vergaß ich es, diesen Zustand zu fotografieren.
Montag, 17. Oktober 2011
Gesammelte Aufsätze von Katharina Rutschky
Katharina Rutschky: Im Gegenteil.
Gesammelte Aufsätze aus über drei Jahrzehnten
mit einem Vorwort von Ina Hartwig.
Wagenbach Verlag, Berlin 2011, 10,90 Euro,
ISBN: 9783803126757
Rezension von Jan Feddersen am 12.10.2011
in taz – die tageszeitung: Die Nonkonformistin.
Donnerstag, 28. Juli 2011
Jubiläum
Morgenrunde im Sprühregen. Kurz vor der Haustür traf ich die Postfrau.
Gab mir eine Überraschung: Paket aus Ingolstadt.
Der dort ansässige Kunstverein feierte 2010 sein 50- jähriges Bestehen. Die Jahre 2001 bis 2010 sind in der Broschüre 40 + 10 dokumentiert. Die Redaktion hatte Dr. Isabella Kreim, bis 2010 Leiterin des Kunstvereins. Gestaltet wurde die Publikation (88 Seiten, Format 30 x 21 cm) von Thomas Neumaier.
Von Oktober bis Dezember 2009 war meine Ausstellung „Nichts verschieben“ im Kunstverein Ingolstadt zu sehen. Die Eröffnungsrede hielt Katharina Rutschky. Zur Finissage führten Yashmine Macaira und David Williams ihre Tanzperformance „Last place to go“ auf.
Neue Leiterin des Kunstvereins Ingolstadt ist seit 2011 Dr. Christine Fuchs.
Gab mir eine Überraschung: Paket aus Ingolstadt.
Der dort ansässige Kunstverein feierte 2010 sein 50- jähriges Bestehen. Die Jahre 2001 bis 2010 sind in der Broschüre 40 + 10 dokumentiert. Die Redaktion hatte Dr. Isabella Kreim, bis 2010 Leiterin des Kunstvereins. Gestaltet wurde die Publikation (88 Seiten, Format 30 x 21 cm) von Thomas Neumaier.
Von Oktober bis Dezember 2009 war meine Ausstellung „Nichts verschieben“ im Kunstverein Ingolstadt zu sehen. Die Eröffnungsrede hielt Katharina Rutschky. Zur Finissage führten Yashmine Macaira und David Williams ihre Tanzperformance „Last place to go“ auf.
Neue Leiterin des Kunstvereins Ingolstadt ist seit 2011 Dr. Christine Fuchs.
Mittwoch, 26. Januar 2011
Nachrichten aus dem Paradies...
... so hat Katharina Rutschky, die am 25. 1. 2011 70 Jahre alt geworden wäre,
ihre Sammlung mit Tiermeldungen genannt.
Hier in diesem anrührenden Filmchen ist zu sehen, was zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein und abwarten können mit dem Durchdringen einer geschlossenen Oberfläche zu tun haben.
ihre Sammlung mit Tiermeldungen genannt.
Hier in diesem anrührenden Filmchen ist zu sehen, was zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein und abwarten können mit dem Durchdringen einer geschlossenen Oberfläche zu tun haben.
Mittwoch, 29. September 2010
gerahmt & verpackt
Alle Arbeiten meiner Serie: „Jenny Marx und die Wahrheit über die Beatles“ sind präsentations- und reisefertig, heute bringe ich sie nach Salzwedel.
Dort werden die Arbeiten ausgestellt, Ausstellungseröffnung ist am 5. Dezember 2010. Die Ausstellung zum „Projekt Jenny“ wird im Anschluss an weiteren Orten gezeigt. Wie es dazu kam, dass ich mich derart intensiv mit Jenny Marx beschäftigte?
2007 erhielt ich vom Land Sachsen-Anhalt ein Residenzstipendium für das Künstlerhaus Salzwedel. Mein Atelier befand sich damals im Jenny-Marx-Haus, in dem Jenny Marx 1814 als eine von Westphalen geboren wurde. Anfang 2010 lud mich der Förderverein des Künstlerhauses Salzwedel ein, an dem von ihm initiierten Projekt Jenny teilzunehmen. Jenny Marx sollte dabei assoziativ im Mittelpunkt der künstlerischen Auseinandersetzung stehen. Träger des Projekts Jenny ist die Kulturstiftung des Bundes. Verschiedene Künstlerinnen und Künstler wurden eingeladen, der Jury Vorschläge zu diesem Projekt zu machen, von denen die Jury im Juni 2010 drei für die geplanten Ausstellungen und den Katalog ausgesuchte. Meine Idee für das Projekt Jenny hat es in diese Endauswahl geschafft. Ich habe viel über, von und zu Jenny Marx, die am 12. 2. 1814 als von Westphalen in Salzwedel, geboren wurde und am 2. 12. 1881 in London starb, gelesen und recherchiert. Schon während meiner Recherche fragte ich mich, welche Wünsche Jenny Marx hatte und was ich ihr wünschen würde. Meine Frage reichte ich an ca. 60 Persönlichkeiten weiter, die ich um einen Wunsch für Jenny Marx bat. Die Wünsche, die mich anschließend per Post oder email erreichten, setzte ich in Bilder um.
So entstand meine Serie: „Jenny Marx und die Wahrheit über die Beatles“.
Zu jedem von mir gezeichnetem Wunsch gehört ein Heft in rotem Umschlag.
Alle Wünsche sind dort aufgeschrieben.
„Jenny Marx und die Wahrheit über die Beatles“ widme ich meiner Freundin Katharina Rutschky.
Dort werden die Arbeiten ausgestellt, Ausstellungseröffnung ist am 5. Dezember 2010. Die Ausstellung zum „Projekt Jenny“ wird im Anschluss an weiteren Orten gezeigt. Wie es dazu kam, dass ich mich derart intensiv mit Jenny Marx beschäftigte?2007 erhielt ich vom Land Sachsen-Anhalt ein Residenzstipendium für das Künstlerhaus Salzwedel. Mein Atelier befand sich damals im Jenny-Marx-Haus, in dem Jenny Marx 1814 als eine von Westphalen geboren wurde. Anfang 2010 lud mich der Förderverein des Künstlerhauses Salzwedel ein, an dem von ihm initiierten Projekt Jenny teilzunehmen. Jenny Marx sollte dabei assoziativ im Mittelpunkt der künstlerischen Auseinandersetzung stehen. Träger des Projekts Jenny ist die Kulturstiftung des Bundes. Verschiedene Künstlerinnen und Künstler wurden eingeladen, der Jury Vorschläge zu diesem Projekt zu machen, von denen die Jury im Juni 2010 drei für die geplanten Ausstellungen und den Katalog ausgesuchte. Meine Idee für das Projekt Jenny hat es in diese Endauswahl geschafft. Ich habe viel über, von und zu Jenny Marx, die am 12. 2. 1814 als von Westphalen in Salzwedel, geboren wurde und am 2. 12. 1881 in London starb, gelesen und recherchiert. Schon während meiner Recherche fragte ich mich, welche Wünsche Jenny Marx hatte und was ich ihr wünschen würde. Meine Frage reichte ich an ca. 60 Persönlichkeiten weiter, die ich um einen Wunsch für Jenny Marx bat. Die Wünsche, die mich anschließend per Post oder email erreichten, setzte ich in Bilder um.
So entstand meine Serie: „Jenny Marx und die Wahrheit über die Beatles“.
Zu jedem von mir gezeichnetem Wunsch gehört ein Heft in rotem Umschlag.
Alle Wünsche sind dort aufgeschrieben.
„Jenny Marx und die Wahrheit über die Beatles“ widme ich meiner Freundin Katharina Rutschky.
Donnerstag, 5. August 2010
Wunschbilder
Seit 2004 kann man Wunschbilder bei mir bestellen. Wie ich darauf gekommen bin, Wünsche aufs Papier zu bringen?
An einem Abend (irgendwann 2003) hatte Katharina Rutschky Martin Z. Schröder und mich wieder einmal zum Essen eingeladen. Durch Herrn Schröder lernte ich Frau Rutschky 1996 kennen – an einem ungewöhnlichen Ort war das damals, aber das ist eine andere Geschichte.
Wir aßen und redeten. Irgendwann kamen wir auf das Thema Hund und Besitzer, das Wort Schnappleine fiel und Herr Schröder wußte nicht, was das ist. Ich zeichnete einen Hund an der Schnappleine und Frau Rutschky rief: Sie können ja auf Zuruf zeichnen. Das war die Geburtsstunde von vision-by-call. Dieser Name fiel mir beim Hin-und Herschieben der Idee, wie ich „Zeichnen auf Zuruf“ professionalisieren könnte, gleich auf meinem Rückweg nach Hause ein. Herr Schröder war es dann, der mir etwas später die domain visionbycall.de für meine website sicherte, und nach einer Testrunde mit Freunden ging mein Angebot offiziell an den Start. Die website zu den Wunschbildern gibt es seit 2005.
Stefan Herzig von neukoellnstyle hat sie gebaut. Unsere Zusammenarbeit hat sich mittlerweile seit vielen Jahren bewährt, neukoellnstyle ist auch für meine „Hauptwebsite“ www.olompia.de zuständig. Für ein Wunschbild brauche ich nichts anderes, als einen Wunsch. Was leicht gesagt ist... ist ja nicht immer einfach, sich etwas zu wünschen... Die Wünsche, die zu mir gelangen, sind so unterschiedlich, wie die Menschen, die sie äußern, um solch ein Kunstwerk bei mir in Auftrag zu geben. Wer sich meine bereits fertigen Wunschbilder in den Bildbeispielen auf visionbycall.de und die dazugehörigen und vorausgegangenen Wünsche anschaut, bemerkt das schnell. Wunschbilder leben von meinem Humor, der Überhöhung des mir Mitgeteilten, sind manchmal schräg, albern oder überspitzt und immer individuell. Meine Lieblingstechnik ist die pure Strichzeichnung, gerne auch mit der Feder und/oder mit Aquarell koloriert: das Anliegen meiner Wunschbilder ist eine – ich nenne es mal „entschlossene Leichtigkeit“, was meint, keine andere Lösung kommt in Frage und alles sieht so aus, als hätte ich es in einem Satz zu Papier gebracht.
Eben so, wie ein Wunsch, der in Gedanken formuliert und dann ausgesprochen wird.
Anlass und Motive
Mal möchten Menschen ein Wunschbild für sich selbst haben, mal wünschen sie sich etwas für ihren Mann, ihre Frau, Partnerin, Partner, Freundin oder Freund, Vater oder Mutter. Manchmal gibt es einen Anlass, manchmal nicht. Manchmal wird ein Wunsch in geselliger Runde ausgetüftelt und auf einen Satz zusammengeschrumpft, manchmal ist der Wunsch eine ganze Geschichte. Ich zeichnete bereits lebendige Beistelltische, Problemlösungsutensilienkoffer (PLUK), das Sibelius Denkmal in Helsinki, Leningrad Cowboy-Mumins, die Eroten GmbH, Fische mit Katzenohren, Murkelpöter, singende Katzen und Fische, fliegende Teppiche und Bimmelbahnen, Balkon- und Forscheridyllen, Mäuseschach, den Schriftsetzer der Zukunft und den Museumschor der Welt, Eisenbahnlandschaften mit Hund und Krimi, verletzte Fußballer, Bären, die man mit einem Buddha verwechseln sollte, Fliegenpilzhüte tragende Babys auf Töpfchen, den Kreml, weiße Karnickel, die Sushi essen, einen inneren Bayern, Männer mit karierten Stockschirmen und mit Schwimmflossen oder skifahrend in Fischanzügen, historische Persönlichkeiten, die sich in der Gegenwart treffen usw... usw. Wichtiger Aspekt ist dabei immer, dass weder der Wunschfantasie Grenzen gesetzt sind, noch meiner bei der künstlerischen Umsetzung. Und: Humor – ohne den ist man bei mir an der falschen Adresse. Manchmal muss ich beim Auftraggeber nachfragen, bevor ich mit meiner Arbeit beginnen kann. Keine Angst, aber ein bisschen Durchleuchtung muss schon stattfinden. So wird es dann ein wirklich individuelles und auf die jeweils spezielle Persönlichkeit abgestimmtes Kunstwerk. Welche Fragen ich habe? Hmh, z.B. wie das mit dem „Feminismus“ gemeint ist; warum es gerade Orchideen sein sollen, gehen nicht auch Gänseblümchen; sollten nicht lieber keine Ziffern auf dem Uhrenblatt zu sehen sein; Tee oder Grappa; Morrisey, Farin Urlaub oder doch Wagners Walküre; ob ich mir eine Formel für Unendlichkeit ausdenken darf; welcher Whiskey bevorzugt wird; gibt es ein Lieblingskleidungsstück oder etwas anderes sehr typisches, Bart, Brille, Frisur; Taubenhasser mit oder ohne Sonnenhut; ob die zu Beschenkende ein Macho ist und ich zum Zeichnen alle Freiheit der Welt habe und wie das mit dem Überschreiten von Grenzen ist. Es geht schließlich um sehr persönliche Geschenke.
Ein Wunsch nimmt mich in Sekundenschnelle ein, manchmal ist mir alles so klar, dass ich sofort mit der Bildentwicklung beginnen kann und mir bereits erste Skizzen aus der Hand fliessen.
Manchmal muss ich erst einmal eine Runde spazieren gehen, rumkrickeln, etwas ganz anderes machen oder meine Nase in die Bibliothek stecken. Von mir zugesandten Fotos lasse ich mich inspirieren, pinsele sie aber nicht ab. Gleiches gilt für Porträtanfragen, deren Grundlage ein Foto ist. Es geht mir vielmehr darum, etwas zu schaffen, das gewünscht aber nicht erwartet wird. Viele Wünsche, die von den „Visionbycallern“ per mail, manchmal per Telefon beauftragt werden, sind spontan, andere lange geplant und noch andere wachsen im Dialog weiter. Je nach Auftragslage brauche ich dann ab Bestellung eine Woche bis 10 Tage für ein „visionbycall“.
Vor einigen Tagen fertigte ich ein großes Wunschbild an, groß nicht nur vom Format her, sondern wie immer auch anspruchsvoll vom Inhalt, auf den ich hier aus Gründen der Privatsphäre nicht näher eingehe. Es kommt schon vor, dass ich unsicher bin, wenn ich ein Wunschbild per Post abschicke. Habe ich wirklich den richtigen Nerv des Bestellers und vielmehr noch den, der das Bild bekommt, getroffen, kann ich mich auf meine Intuition verlassen, gehen Form und Inhalt zusammen, meine Idee, war sie wirklich gut? Mal erhalte ich die Rückmeldung per mail, oft auch per Telefon. Dieser Kontakt zu den Auftraggebern spielt für mich eine nicht unwichtige Rolle. Als sich gestern ein „visionbycaller“ bei mir meldete, sich überschwänglich bedankte und so gerührt war, gerade hatte er das Bild ausgepackt und es sich mit der Beschenkten angesehen, dass seine Rührung mich ansteckte, da war er wieder, der Mehrwert, der mehr Wert ist, als „nur“(oft wird ja angenommen, dass gerade Künstler von Luft und Liebe überleben können, aha...haha) eine Finanzspritze, die meinen Kühlschrank füllt, denn zufriedene und glückliche „visionbycaller“, machen auch mich froh!
In diesem Sinne: Viel Spaß beim Wünschen.
Samstag, 17. Juli 2010
Vor dem Gewitter
Ich lege mein Bein auf die Lehne und mache Dehnübungen.
Wozu machsten das? Wir werden alle keine hundert Jahre!
Ich denke an meine Freundin R. , die immer sagte, sie wolle hundert Jahre alt werden
und wenn sie das sagte, hielt ich uns für unsterblich.
Wenn meine Frau morgens als erstes losrennen würde,
na, ich würde mich bedanken, sagt der eine
und der andere pufft ihn in die Seite,
wenn du eine hättest.
Sie nehmen einen Schluck.
Alle sind immer blond.
Die hat rote Haare.
Ist doch das gleiche.
Eyh, kennste Frau Holle? Hat die eigentlich einen Vornamen?
Hallo, kennst du ihren Vornamen? Sport ist ungesund.
Ich renne los.
Grüß Frau Holle.
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