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Sonntag, 9. Februar 2014

Ehrentag

Am 12.2.2014 ist der 200. Geburtstag von Jenny Marx. Geboren wurde sie als Jenny von Westphalen in der Hansestadt Salzwedel und hat dort ihre ersten beiden Jahre verbracht.
Samstag war die Auftaktveranstaltung einer Festreihe, die zu Ehren von Jenny Marx in Salzwedel stattfindet.

Nach Reden und musikalischen Darbietungen wurden mit dem Konterfei von Jenny Marx bemalte Baumkuchen überreicht und anschließend gab es die Gelegenheit, sich die Ausstellungen zu der berühmtesten Tochter  Salzwedels im Jenny-Marx-Haus und im Johann-Friedrich-Danneil-Museum anzukucken.

Bereits 2010 startete die Planung für dieses festliche Gedenken mit dem »Projekt Jenny«, zu dem der Förderverein Stipendiatenhaus Salzwedel und die Kulturstiftung des Bundes als Träger aktuelle Positionen aus der Bildenden Kunst eingeladen hatten.
Mehr hier, ich hatte schon einiges dazu geschrieben.
Blick in den Katalog »Jenny Marx 1814-1881-eine couragierte Frau zwischen Salzwedel und London«
Nun ist der Katalog »Jenny Marx 1814-1881 – eine couragierte Frau zwischen Salzwedel und London« erschienen und im Danneil Museum erhältlich. Neben vielen farbigen Abbildungen auf 112 Seiten ist dort auch meine komplette Serie »Jenny Marx und die Wahrheit über die Beatles« in Bild und Text abgedruckt.


Blick in die Ausstellung im Danneil Museum; Salzwedel
Ganz rechts im Bild ein Ausschnitt aus dem Bild »Wunschtag«, den Text dazu sandte mir Dr. Isabella Kreim, die ehemalige Leiterin vom Kunstverein Ingolstadt. Hier ist zu sehen, wie Jenny Marx in einer Talkshow auf Herrn Gysi und Frau Schwarzer trifft.


Nach den Ausstellungsrundgängen wurden Häppchen gereicht, ich hatte Glück und erwischte das letzte mit Lachs. Als die Veranstaltung vorbei war, streifte ich noch ein wenig durch den Ort, der 2007 für ein viertel Jahr mein temporäres zu Hause gewesen ist. Erste Station war natürlich der Tierpark. Die alte Sau Betty und ihre Kinder waren nicht (mehr) da, aber es gab eine neue Schweinefamilie. Ob das Zackelschaf noch das ist, das vor sechs Jahren zweimal am Tag von mir besucht wurde? Es schien, als würden wir uns kennen. Als ich zum Bahnhof ging, sah ich Frühlingsvorboten.



Umsteigen in Stendal. Wieder in Berlin, am Hermannplatz raus aus der U-Bahn, kurz zu K-Stadt. Alles sauber.

Montag, 14. Oktober 2013

SAW in BB mit BW

»Von Tagebuch bis weblog« heißt die Ausstellung, die am kommenden Freitag, 18.10.13, in der Städtischen Galerie Bietigheim-Bissingen eröffnet wird. Ich freue mich sehr, dass ich dort mit meiner Serie »Landpartie – Neues aus dem kleinen Venedig der Altmark« vertreten bin.
Einladungskarte »Von Tagebuch bis weblog«
Die Serie enstand 2007 in Salzwedel. Sie erschien 2009/2010 als wöchentliche Kolumne im Feuilleton der Berliner Zeitung, wird nun das erste Mal in einer Ausstellung präsentiert und ist seit Kurzem in Besitz der Kunstsammlung Sachsen-Anhalt.

Das Stipendium in Salzwedel war eines meiner schönsten: täglich war ich mindestens zweimal im Tierpark, redete dort mit Zackelschafen und piekte Hängebauchschweinchen in die Seite (empfindlicher Punkt: sie fallen dann einfach um, liegen still, tun so, als ob sie nichts merkten und lassen sich streicheln), wurde fast von einem Baum erschlagen, las regelmäßig den Beißindex und schloss pseudo-Freundschaft mit Bisamratten, die eigentlich nur etwas zu fressen von mir wollten. Usw. Ich wanderte viel in der Gegend herum, die mir landschaftlich nicht so unbekannt war, denn ich bin nur ca 50 km entfernt von Salzwedel geboren. 

Salzwedel liegt im ehemaligen Osten. Und genau deshalb hatte ich mich um das Stipendium beworben. Als Kind kutschierte ich mit der Familie öfter mal an die alte Zonengrenze, wir stiegen auf einen Holzverschlag knapp vor Niemandsland und kuckten nach drüben.
Dort: Männer mit Maschinengewehren und Ferngläsern, die uns zu fixieren schienen.

Das fand ich gruselig, fast so gruselig, wie die in ihren Taucheranzügen gestorbenen Taucher im See der Okertalsperre, mindestens genau so merkwürdig, aber das ist eine andere Geschichte.

In der Ausstellung von »Tagebuch bis weblog« sind die künstlerische Positionen von Simon Beer, Hanne Darboven, Peter Dreher, Wolfgang Nkole Helzle, Susanna Hertrich, On Kawara, Inge Krause, Roman Opalka, Jan Peters, Peter Piller, Cornelia Schleime, Sophia Wiest, Barbara Wrede und das weblog-Projekt »Visual Diaries / Girls« vertreten.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog. Preis: 18€

Eröffnung am 18.10.2013, 19 Uhr

Es sprechen: Jürgen Kessing, Oberbürgermeister und Dr. Isabell Schenk-Weininger, Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen.

Ausstellung bis zum 6.1.2014.
Öffnungszeiten:
Dienstag, Mittwoch, Freitag 14-18h, Donnerstag 14-20 Uhr, Samstag und Sonntag 11-18 Uhr.

Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen
Hauptstraße 60-64
74321 Bietigheim-Bissingen

Mittwoch, 6. Februar 2013

Ein paar Tage vor dem Geburtstag...

von Jenny Marx (geboren als Jenny von Westphalen am 12.2.1814 und spätere Ehefrau von Karl Marx) wechselt eine weitere eigens ihr zu Ehren geschaffene Arbeit aus meiner Serie „Jenny Marx und die Wahrheit über die Beatles“ den Besitzer. Aber nicht den Ort, denn das der Serie den Titel gebende Werk hängt schon länger im 2011 für Jenny Marx geschaffenen Gedenkraum in Salzwedel. Und dort, im Geburtshaus von Jenny Marx, bleibt es nun auch.

Was bin ich froh, diese Aufmunterung ist mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein, manch ein Leser kann es vielleicht erahnen, was mir dieser Verkauf in der Zeit, in der ich dabei bin, mein Atelier zu räumen und noch nüscht neues habe, bedeutet...

Jenny Marx schrieb Geschichte. So oder so.


Das Bild, auf dem die bemützte, songtextende (und so weiter) Jenny Marx zu sehen ist, entstand nach einem Wunsch von Prof. Dr. Juliane Jacobi, Professorin für Historische Pädagogik, Historische Sozialisationsforschung an der Universität Potsdam:

»Für Jenny Marx würde ich mir wünschen, dass sie, statt für Karl zu redigieren, einfach 100 Jahre später in London in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts gelebt hätte, als London „swinging“ war. Eine eigene Boutique in der Carnaby Street mit Miniröcken, Caban-Jacken, selbstgenähten Ballonmützen aus Jeansstoff  und Baumkuchen aus Salzwedel, wäre das nichts gewesen? Und im Hintergrund It’s been a hard day‘s night.«



Donnerstag, 15. Dezember 2011

Jenny Marx und die Wahrheit über die Beatles

„Jenny Marx und die Wahrheit über die Beatles“ habe ich die Serie genannt, die im letzten Jahr entstand und über die hier im olompia.blog schon allerhand zu lesen war. Momentan und bis Ende 2012 kann man sie im Jenny-Marx-Haus zu Salzwedel ansehen. Vielleicht sogar dauerhaft. Darüber wird nachgedacht und verhandelt. Fein.

Zu dieser Serie gehört auch ein Leporello mit acht Motiven, die typisch für Salzwedel sind. Aus wessen Sicht typisch? Aus meiner. Das Leporello ist zu einem Wunsch von der Autorin Brigitte Struzyk entstanden.
Leporello: Grüße aus dem kleinen Venedig der Altmark, ca 110 x 15 cm, Federzeichnungen, Farbstift, Schreibmaschinentext auf Papier, 2010.

Ein Leporello, auch Faltbuch genannt, ist ein faltbares Heft in Form eines langen Papier- oder Kartonstreifens, der Ziehharmonika-artig zusammengelegt ist. Es wird vor allem für Foto- und Bilderserien, Faltblätter und Prospekte verwendet.
Der Name kommt von Mozarts Opernfigur Leporello, dem Diener des Frauenhelden Don Giovanni (Don Juan). Er führte für seinen Herrn eine Liste mit einer Notiz- und Bildersammlung all jener Damen, die von diesem verführt worden waren. Als die Zahl einige hundert überstieg, ließ sich Leporello das Faltsystem einfallen und testete es auf einer Treppe. Infolge der Beliebtheit der Oper hat sich die Bezeichnung Leporello für faltbare Heftchen durchgesetzt (Quelle: Wikipedia).

Das Leporello „ Grüße aus dem kleinen Venedig der Altmark“ aus der Serie „Jenny Marx und die Wahrheit über die Beatles“ hat gestern ein neues zu Hause bekommen. Fortan gehört es zum Museumsbestand des Johann-Friedrich-Danneil-Museums zu Salzwedel. Mein Dank dafür gilt Ulrich Kalmbach, dem Leiter des Museums.

Montag, 16. Mai 2011

Jenny Marx – citoyenne et vagabonde

Am Dienstag, den 17. 5. 2011 um 15 Uhr ist es soweit: 
In der Salzwedeler Musikschule wird ein Gedenkraum für Jenny Marx eröffnet. 
Der Landrat Michael Ziche hält die Begrüßungsansprache und die Historikerin Dr. Elke Stolze den Vortrag Jenny Marx – eine Citoyenne und Vagabonde. Schüler der Musikschule runden die Veranstaltung musikalisch ab. Ich freue mich sehr, dass ebenda Arbeiten aus meiner exklusiv zum Gedenken an Jenny Marx entstandenen Serie Jenny Marx und die Wahrheit über die Beatles präsentiert werden.
 

Edition „Nein Danke“, 2011, Klappkartenaufsteller zu der Serie: “Jenny Marx und die Wahrheit über die Beatles“, 2010


Die Abbildung zeigt die auf besonderen Wunsch im März 2011 entwickelte und signierte Edition zum Gedenken an Jenny Marx. Das Motiv ist die Miniatur eines Werkes der Serie, findet auf jedem Schreibtisch Platz und kann bei mir bestellt werden.

Samstag, 9. Oktober 2010

Wagenlied für Jenny Marx in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

An dieser Stelle habe ich schon einige Male über das „Projekt Jenny“, zu dem mich der Förderverein des Künstlerhauses Salzwedel und die Kulturstiftung des Bundes eingeladen haben, berichtet. „Jenny Marx und die Wahrheit über die Beatles“ heißt meine Serie, die dazu entstanden ist.
 

„Ich wünsche Jenny Marx schöne, freundliche junge Männer als Liebhaber. Sie dürfen gerne auch gescheit sein. Jenny ist ihre große Liebe; sie verehren sie, machen ihr Komplimente und verreisen heimlich mit ihr, ohne dass der alte Sack das mitkriegt. Dieses Vergnügen soll Jenny ganz für sich haben.“, schrieb mir Ulrike Schlue, Theaterregisseurin und Schauspielerin. 







Ich zeichnete Ulrike Schlues Wunsch als Liedblatt mit Noten und dichtete den ursprünglichen Text um.
Jennys Wagenlied bebildert in der heutigen Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung den schönen Text über Volkslieder („Horch, was kommt von draußen rein!“), den die Musikwissenschaftlerin Christiane Tewinkel schrieb.

Mittwoch, 29. September 2010

gerahmt & verpackt

Alle Arbeiten meiner Serie: „Jenny Marx und die Wahrheit über die Beatles“ sind präsentations- und reisefertig, heute bringe ich sie nach Salzwedel.
Dort werden die Arbeiten ausgestellt, Ausstellungseröffnung ist am 5. Dezember 2010. Die Ausstellung zum „Projekt Jenny“ wird  im Anschluss an weiteren Orten gezeigt. Wie es dazu kam, dass ich mich derart intensiv mit Jenny Marx beschäftigte?
2007 erhielt ich vom Land Sachsen-Anhalt ein Residenzstipendium für das Künstlerhaus Salzwedel. Mein Atelier befand sich damals im Jenny-Marx-Haus, in dem Jenny Marx 1814 als eine von Westphalen geboren wurde. Anfang 2010 lud mich der Förderverein des Künstlerhauses Salzwedel ein, an dem von ihm initiierten Projekt Jenny teilzunehmen. Jenny Marx sollte dabei assoziativ im Mittelpunkt der künstlerischen Auseinandersetzung stehen. Träger des Projekts Jenny ist die Kulturstiftung des Bundes. Verschiedene Künstlerinnen und Künstler wurden eingeladen, der Jury Vorschläge zu diesem Projekt zu machen, von denen die Jury im Juni 2010 drei für die geplanten Ausstellungen und den Katalog ausgesuchte. Meine Idee für das Projekt Jenny hat es in diese Endauswahl geschafft. Ich habe viel über, von und zu Jenny Marx, die am 12. 2. 1814 als von Westphalen in Salzwedel, geboren wurde und am 2. 12. 1881 in London starb, gelesen und recherchiert. Schon während meiner Recherche fragte ich mich, welche Wünsche Jenny Marx hatte und was ich ihr wünschen würde. Meine Frage reichte ich an ca. 60 Persönlichkeiten weiter, die ich um einen Wunsch für Jenny Marx bat. Die Wünsche, die mich anschließend per Post oder email erreichten, setzte ich in Bilder um. 












  


So entstand meine Serie: „Jenny Marx und die Wahrheit über die Beatles“.
Zu jedem von mir gezeichnetem Wunsch gehört ein Heft in rotem Umschlag. 
Alle Wünsche sind dort aufgeschrieben. 










„Jenny Marx und die Wahrheit über die Beatles“ widme ich meiner Freundin Katharina Rutschky.

Montag, 20. September 2010

Ein Nachmittag im wredeschen Atelier (1)

Gestern öffnete ich mein Atelier für geladene Gäste.Viele kamen, guckten, aßen Schlümpfe, Krokodile, Apfelkuchen, den ich geschenkt bekam, redeten, rauchten (draußen!, in meinem Atelier ist Rauchverbot, galt gestern auch für mich), manch einer trank Sprizz, ich später einen mit dem Neuköllner Bürgermeister Heinz Buschkowsky, der mich auch besuchte. Ich erzählte ihm, was es mit meinem Wunschbildangebot auf sich hat.


Der Bürgermeister Heinz Buschkowsky im wredeschen Atelier. Foto: SGM

















Danach sprachen wir über das „Projekt Jenny“ zu dem mich das Künstlerhaus Salzwedel in Zusammenarbeit mit der Kulturstiftung des Bundes eingeladen hat.  
„Jenny Marx und die Wahrheit über die Beatles“ habe ich mein Projekt Jenny genannt und erklärte, wie meine Idee dazu entstand. Diese Woche gebe ich die Arbeiten für die geplante Wanderausstellung und den Katalog ab. Was ich davon habe, fragte Herr Buschkowsky. Spaß an der Arbeit und die Hoffnung, dass meine Serie vielleicht angekauft wird. Sie meinen von jemandem aus Shanghai, fragte er. Wissen Sie jemanden, fragte ich. Nein, sagte er, aber nun würde er wissen, dass er Wunschbilder bei mir in Auftrag geben kann. Gerne!
Mehr vom Ateliertag in Bild und/oder Wort folgt.



Freitag, 3. September 2010

Jenny Marx

Jenny M. und ich im Rosengarten, Foto: J. Kayser
  2007 erhielt ich vom Land Sachsen-Anhalt ein Residenzstipendium für das Künstlerhaus Salzwedel. Mein Atelier befand sich damals im Jenny-Marx-Haus, in dem Jenny Marx 1814 als eine von Westphalen geboren wurde.
 Anfang 2010 lud mich der Förderverein des Künstlerhauses Salzwedel ein, an dem von ihm initiierten „Projekt Jenny“ teilzunehmen. 
Träger des Projekts ist die Kulturstiftung des Bundes.
Meine Idee für das Projekt Jenny hat es in die Endauswahl geschafft, meine Arbeit ist fast abgeschlossen, am Dienstag wurden die Rahmen geliefert und Ende des Monats werde ich meine Werke nach Salzwedel bringen. 





Die geplante Ausstellung wird an mehreren Orten gezeigt, ein Katalog soll erscheinen. 
Bald mehr darüber hier. 

Karton im wredeschen Atelier


Die Rahmen wurden in einem Riesenkarton geliefert, den ich gestern mit der KITA-Leiterin von gegenüber in die KITA schleppte, damit auch daraus noch was wird. Was? Foto folgt.

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