Posts mit dem Label Ateliermiete werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Ateliermiete werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 16. April 2013

Eine weiche Landung

... habe ich meinen mehr als einem Dutzend Helfern am Umzugstag zu verdanken. Ohne die wäre ich aufgeschmissen gewesen. Und auch ohne das Catering, für das meine Schwester sorgte. Und ohne die, die mir schon vorab ein paar Fuhren kutschiert haben. Und ohne M., der mir auch beim Streichen geholfen hat. Und ohne die, die mich in Gedanken unterstützt haben.

Euch allen: VIELEN VIELEN DANK!!!!

Behauptung: Es war ein ganz, ganz, ganz schöner Umzug.

Nach dem Transport wurde von Marcus die Barrierefreiheit getestet. Gutachter: Der Wolf. Test bestanden.
Und dann getafelt.

Jetzt wird noch ein wenig renoviert.


Fast auf den Tag genau vor 10 Jahren (18.4.2003. Catering: Katharina Rutschky) zog ich mit meinem Atelier von Moabit nach Neukölln – in die Straße, in der ich schon lange wohnte.

Weil der Umzug damals an einem Karfreitag stattfand, beschloss ich, den Neuköllner Ateliergeburtstag auf diesen beweglichen Feiertag zu legen, kann ich mir besser merken.
In diesem Jahr habe ich ihn trotzdem vergessen.

In Erinnerung bleibt der Grund für meinen Atelierumzug:
Verdreifachung der Miete und noch etwas mehr – wenn ich dringeblieben wäre. Womit potentielle Nachmieter rechnen müssen, darüber vermag ich nicht zu spekulieren.
Das klingt nach Unrecht, zumindest hört es sich unmoralisch an, ist bei Gewerbe aber möglich. Unter diesen Umständen wollte und konnte ich nicht verhandeln, wollte auf keinen Fall bleiben, und wissen, was die Zukunft hier bringen wird, wollte ich schon gar nicht.

Fakt: Ich kann es mir nicht leisten – weder finanziell noch mental (Gedanken sind manchmal überhaupt nicht frei).
Also: Neustart.

Ob die Neuköllner Verhippung noch weiter gehen wird? Nochn Laden für Kinderklamotten?
In direkter Nähe zum Eisladen? Wäre praktisch. Restaurante im Hinterhof? In jedem Reiseführer als Geheimtipp. Cool. Fressen. Saufen. Kinderkrams.

Is mir aber auch egal, bin jetzt weg, weine diesem Scheiß-KOTZKÖLLN keine Träne nach und die Horoskope der neuen Nachbarn interessieren mich auch immer noch nicht.
Viel lieber packe ich weiter aus.


Montag, 7. Januar 2013

Atelier gesucht. Dringend.

SUCHE  ATELIER in Treptow, Neukölln, Tempelhof, Kreuzberg (ca 5-7 km Umkreis Friedelstraße, 12047 Berlin/Neukölln):
Ca. 55 - 60 qm, der Raum/die Räume müssen nicht lichtdurchflutet sein, sollten aber Werkstattcharakter haben. Möglich wäre auch ein Ladengeschäft oder Werkstatt im Erdgeschoss oder letztem Hinterhof. Wer etwas weiß, im Angebot hat, Leute kennt, die etwas wissen oder vermitteln könnten oder mehr Infos haben möchte, melde sich unter b.wrede@olompia.de .
-------------------
Manchmal mehr, manchmal weniger, im Moment mehr, hat die Schockstarre mich in ihrer Kralle. Kann nicht so richtig was tun und wo ich noch suchen soll, weiß ich auch nicht.

Klar, es hat sich die Möglichkeit ergeben, meine Sachen bei tollen Kollegen einzulagern, die mir eine trockene Garage angeboten haben. Und aus dem Stand waren und sind fast ein Dutzend Menschen bereit, mir beim Umzug zu helfen. Kartons werden gespendet, Transporter und Anhänger organisiert.

Wenn das keine Rückenstärkung ist und ein Zuversichtslichtlein blitzt hier an dieser Stelle auf, dafür möchte ich mich schon einmal recht herzlich bedanken und natürlich auch für die Hinweise, die mich hier, auf FB und per mail erreichten.

Und ich möchte alle, die etwas wissen, ermuntern, mich immer weiter mit solchen Tipps zu versorgen, auch solche, die selbst dem Absender zunächst ein wenig abwegig erscheinen mögen.
Wer genauer wissen möchte, warum ich einen neuen Schaffensraum suche, kann das hier nachlesen. 

Die Vorstellung, meine Werkstatt in ner Garage einzulagern... Och, die möchte ich lieber nicht beschreiben (Ob da überhaupt alles reingeht? 90qm Atelier auf 20qm eindampfen? Und was, wenn die da gar nicht mehr raus kommt? Und dann? Küchentischkunst machen? Besucher in Garage einschleusen und zwischen Papierschrankschubladen und Tischplatten einquetschen? Werkstatt in Garage, da geht sowieso kein Mensch mehr rein und ich auch nicht. Ach, dann doch lieber die Tür zu lassen).


Samstag, 15. Dezember 2012

Advent. Scheisse mal drei.

Über Menschen, die ihren Wohnraum wegen extrem steigender Miete verlassen müssen, wird in vielen Medien berichtet. Ich lebe seit 1995 in Berlin und seit 1997 in einem Berliner Kiez, der sich schnell wie vorher kaum ein anderer in eine Flanier- und Fressmeile verwandelt hat.
Dass auch viele Künstler ihre Werkstätten aufgrund unbezahlbarer Mieterhöhungen räumen müssen, ist zwar bekannt, aber kaum Thema. Naja, die sind ja auch höchstens Kleinunternehmer, nicht mal mehrwertsteuerpflichtig sind die, was leisten die schon. Nur Randgruppe. Ist ja was anderes, als wenn ein „richtiger“ Betrieb seine Segel streichen müsste. Außerdem sind die Mitschuld an den steigenden Mieten, haben doch selber die Grundlage dafür geschaffen, und nun, wo alles vermietet und schön gemacht ist und Nachfrage besteht, können die auch wieder verschwinden.

Am Arsch die Räuber, nichts ist mir und meinen Kollegen ferner, als irgendeinen Szenescheiß zu kreieren. Und dann: Tschüss.

In der letzten Zeit lernte ich immer mehr Kolleginnen und Kollegen kennen, die ihren Schaffensraum verloren haben oder aufgeben müssen.
Vor einigen Wochen erhielt ich ebenfalls die Kündigung meines Ateliers.
In dem Schreiben stand auch, dass der Vermieter mich als Mieterin gerne behalten würde und dass er nach der Rückkehr von seiner Reise gerne mit mir darüber sprechen möchte.

Um wie viel die Miete raufgehen sollte, stand in der Kündigung nicht. Vor nicht allzu langer Zeit hatte ich den Vermieter zum wiederholten Male gefragt, wie sicher der jetzige Preis des Ateliers war. Er hatte mir auf die Schulter geklopft und gesagt, dass ich mir keine Sorgen zu machen brauche. Ich war erleichtert und skeptisch zugleich. Weil der Vermieter erst einmal einige Zeit auf Reisen war, nachdem er die Kündigung schickte, hatte ich Zeit, mir verschiedene Szenarien auszumalen. Und wie ich damit umgehen könnte. Zunächst fiel ich allerdings in eine Schockstarre.
Dann begann ich, nach Lösungen zu suchen.

Bei 30% Mieterhöhung könnte ich einen Teil des Ateliers als Lager an eine Freundin, die gerade danach auf der Suche ist, vermieten.

Bei 50% Mieterhöhung? Durch Zufall lernte ich einen Kunstmäzen kennen, der mir  anbot, regelmäßig monatliche Beträge zu überweisen, um jeweils zum Jahresende eine größere Arbeit von mir zu erwerben. Außerdem wurde mir just ein Job als Kursleiterin in einer Kunstschule angeboten.

Und was bei Verdoppelung der Miete? Da würden Mäzen, Job und Lagervermietung nicht reichen und spätestens bei dieser Variante wackelte der Boden unter mir. Ich muss gehen.

Vor einigen Tagen erreichte ich meinen Vermieter am Telefon. Zeit hatte er keine und wollte nicht gerne mit mir sprechen. Toll. Fast 10 Jahre war ich nun schon Mieterin und nie in Zahlungsrückstand gewesen. Deshalb blieb ich am Ball.
Er wollte meine Vorstellungen wissen. Ich fragte ihn nach den seinen. Er nannte mir die ab bald geltende Kaltmiete pro Quadratmeter. Ich gab die Zahlen in meinen Taschenrechner, der mir das Dreifache meiner momentanen Miete ausspuckte.
Unter diesem Aspekt war und ist jede Verhandlung für mich zwecklos. T. sagte abends zu mir, diese Erhöhung sei sicher Unrecht.
Ich habe keine Lust, meine Energie in ein gerichtliches Verfahren zu stecken. Die brauche ich für etwas Neues. Und meinen Humor möchte ich natürlich auch gerne behalten. Sonst bin ich aufgeschmissen. Übrigens auch ohne Atelier. Ohne das kann ich meinen Beruf nicht mehr ausüben.

Deswegen bin ich dringend auf der Suche nach einem neuen Atelier.
In Treptow, Neukölln, Tempelhof, Kreuzberg:
Ca. 55 - 60 qm, der Raum/die Räume müssen nicht lichtdurchflutet sein, sollten aber Werkstattcharakter haben. Möglich wäre auch ein Ladengeschäft oder Werkstatt im Erdgeschoss oder letztem Hinterhof. Wer etwas weiß, im Angebot hat, Leute kennt, die etwas wissen oder vermitteln könnten oder mehr Infos haben möchte, melde sich unter b.wrede@olompia.de .

Blog-Archiv