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Samstag, 29. Februar 2020

Mit Stich und Faden

Plakat mit Motiv von Barbara Wrede und Franz Marc.
Plakat mit Motiv von Barbara Wrede und Franz Marc.

 

 

»Mit Stich und Faden – Expressionistische und zeitgenössische Kunst im Gegenüber«.
Ausstellungsverlängerung bis zum 1. November 2020!

Expressionistische Arbeiten von Wassily Kandinsky, Ernst Ludwig Kirchner, Fifi Kreutzer, August Macke, Franz Marc, Gabriele Münter, Christian Rohlfs und Marta Worringer treffen auf zeitgenössische Positionen von Robert Abts, Walter Bruno Brix, Jochen Flinzer, Angelika Frommherz, Sylvie Hauptvogel, Claudia Kallscheuer, Gisoo Kim, Alexandra Knie, Suscha Korte, Bea Meyer, Vanessa Oppenhoff, Barbara Wrede und Andrea Ziegler. 


In dieser Ausstellung ist eine Auswahl meiner Fadenbilder zu sehen. Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog. 
Kuratorin der Ausstellung ist Dr. Ina Ewers-Schultz.

 

 

«Mit Stich und Faden – Expressionistische und zeitgenössische Kunst im Gegenüber«
Museum August Macke Haus
Hochstadenring 36
53119 Bonn

Öffnungszeiten: VORERST Freitag bis Sonntag 11-17Uhr,  Ausstellung bis 1.11.2020. 

Samstag, 28. Oktober 2017

Kassel in der Kiste

Meine Fadenbilder entstehen seit 2001 auf handgewebtem Leinen, das ich von meiner Großmutter erbte. Das war zu Studienzeiten, und ich malte noch – mit sehr pastosem Farbauftrag, der keinen Untergrund mehr ahnen ließ. Nichts würde von der Struktur des handgearbeiteten Leinens mehr zu sehen sein, würde ich darauf malen. Das wollte ich nicht.
Erst viele Jahre und nach unzähligen Versuchen, die Arbeit meiner Großmutter und meiner Tante und die Struktur des Leinens sichtbar zu lassen, kam ich auf die Lösung, wie ich das Material benutzen konnte. Die Fadenbilder vereinen unsere Arbeit zu einer generationsübergreifenden Symbiose. Sie entstehen ohne Vorzeichnung und direkt auf dem Leinen. Der Einsatz des Fadens ist entschieden, linear und pur wie der Stoff, der als Träger dient. Die Arbeiten gehören zu verschiedenen, groß angelegten Serien.
aus den Serien »Alltägliche Missgeschicke« und »Verhandlung«, jeweils Baumwolle auf handgewebtem Leinen





Am 23.11.2017 um 18 Uhr wird die Ausstellung «Narrative Positionen # II« im Südflügel des Kulturbahnhofs Kassel eröffnet. Dort werden einige Fadenbilder von mir zu sehen sein.
Momentan lagern sie noch, zum Abholen für die Spedition bereit, in einer Kiste im Atelier. Darin sind Werke aus den Serien »Paarbildungsstrategien«, »Alltägliche Missgeschicke« und »Verhandlung«.



»Narrative Positionen # II«
Mit Arbeiten von Ines Christine Geißer, Kirsten Carina Geißer,
Carmen José, Bernhard Skopnik, Reinhold Weber, Daniela Witzel und mir.

Kulturbahnhof Kassel, Südflügel
Ausstellung bis 17.12. 2017.
Öffnungszeit täglich von 14 bis 18 Uhr.
Eintritt frei.





Montag, 19. August 2013

Schluss mit roten Fäden

heißt die Ausstellung, die am 23.8.13 um 18h in der
Galerie am Bahndamm in Gießen eröffnet wird. Die Galerie ist eine Institution der Lebenshilfe Gießen und zeigt Arbeiten von Menschen, die im Atelier 23 arbeiten. Leiter des Ateliers 23 und der Galerie sind Mirko Westermayer und Andrea Lührig. Zu jeder Ausstellung laden sie externe Künstler ein, deren Arbeiten gemeinsam mit denen im Atelier 23 geschaffenen gezeigt werden. Auf mich aufmerksam wurden sie durch das Künstlerpaar Tine Fiand und Ernst Groß, die seit vielen Jahren in Großroppershausen ihren Kunstwerkhof betreiben.

In der Ausstellung Schluss mit roten Fäden – Konkretes und Abstraktes sind meine Fadenbilder dabei und ich freue mich sehr, dass eines meiner Motive die dazugehörige Einladungskarte und das Plakat schmückt. Ein Katalog ist in Planung und kann nach Erscheinen bei der Galerie geordert werden. Die Ausstellung ist bis zum 16.11.13 zu sehen.


An dieser Stelle möchte ich auch auf das wunderbare Buch Weltensammler hinweisen, das ich mir just zu dem Zeitpunkt aus der Bibliothek geliehen hatte, als die Leitung der Galerie mich zu der Ausstellung einlud.

Meine Fadenbilder entstehen seit 2001.
Wie es dazu kam?
Als meine Großmutter starb, erbte ich einen Ballen handgewebtes Leinen. Sie war Bäuerin, ihr Mann im Krieg gefallen. Gewebt hatte sie das Leinen in Winterzeiten, in der die Arbeit auf den Feldern ruhte. Es war zum Schutz von Getreide und Heu zur trockenen Einfahrt mit dem Pferdewagen vom Feld in die Scheune gedacht.
Der Tod meiner Großmutter fiel in meine Studienzeit. Damals malte ich noch – mit sehr pastosem Farbauftrag. Nichts würde von der Struktur des Webstoffs mehr zu sehen sein, würde ich darauf malen. Das wollte ich nicht. Jahre später kam ich endlich auf die Lösung, wie ich das Material benutzen konnte. Die Fadenbilder entstehen ohne Vorzeichnung und direkt auf dem Leinen. Sie vereinen unser beider Arbeit.

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