Die Künstlerin Barbara Wrede, Berlin, veröffentlicht in ihrem Blog Szenen aus dem Alltag, Notizen zu Kunst und zu Ausstellungen und gibt einen Einblick in ihr Atelier und darin entstehende Arbeitsserien. Oder in andere Geschehnisse. Manchmal in Worten, manchmal als Skizze, Cartoon, Zeichnung oder Foto oder Vignette. Je nachdem. Um die Abbildungen genauer zu betrachten bzw. zu vergrößern, reicht ein Klick mit der Maus in die Bilder. Für den Inhalt externer links ist Barbara Wrede nicht verantwortlich. Alle Fotos (wenn nicht anders angegeben) ©Barbara Wrede und VG Bildkunst, Bonn.

Dienstag, 8. Mai 2018

Im Noch-Atelier

Obwohl ich aufräume, sortiere und auch sehr viel wegschmeiße, wird es immer voller.
Alles ist also wie immer.

Und auch das ist immer noch so:
Ich suche dringend ab sofort bzw. 1.6. oder 1.7. 18 ein neues Atelier, ca 50 qm, einfache Ausstattung, separater, verschließbarer Raum (auch zwei kleinere möglich), muss nicht tageslichthell sein, kann Souterrain sein, Wasseranschluss zugänglich, einigermaßen zentral, trocken, gerne auch in Verbund mit Institution, Betrieb, Firma, Handwerk o.ä.







Dienstag, 17. April 2018

Im Noch-Atelier





Aufräumen, sortieren.
Aufbewahren?
Vernichten?

Anfang gemacht mit Ölgemälde »What about your dreams«, dann noch ein paar andere, später floss Blut und Bier.


Gesucht: Neues Atelier!





Freitag, 13. April 2018

Im Noch-Atelier

Im Atelier wurde gefilmt.
Bald mehr dazu und die sich noch in Arbeit befindenden Beiträge in Bild und Text dann natürlich auch.
Nach dieser guten Nachricht folgt leider eine schlechte, denn ich muss mein Atelier räumen.
Dass mir die Kündigung droht, ist seit zwei Jahren immer wieder Thema.
Seit zwei Jahren bin ich auf der Suche nach einer neuen Werkstatt.
Bislang habe ich meine Suche nicht großartig thematisiert, hoffte doch, ohne Hilfe etwas zu finden. Bislang habe ich jedoch kein neues Atelier gefunden. Sicher ist, dass ich mich verkleinern muss.
Sicher ist, dass ich ca. 50 gut geschnittene Quadratmeter brauche, um meinen Beruf weiterhin ausüben zu können. Gesucht: Einfache Ausstattung, kann Souterrain sein, muss trocken sein, Wasseranschluss/Toilette zugänglich, muss nicht tageslichthell sein, aber einigermaßen zentral.
Wer etwas weiß, schicke mir gerne eine Info.

Donnerstag, 22. März 2018

Die zum Zeichnen in den Keller geht

Vor vielen Jahren habe ich in einem Seminar von F.W. Bernstein übernommen, wie ein Zeichenbogen für unterwegs zu falten ist. Als ich ihn fragte, ob das gefaltete Ding einen Namen hat, sagte er, das Ding würde immer so heißen wie der Mensch, der ihn faltet.
Seitdem bin ich also mit Wrede-Bögen unterwegs und benutze sie außerdem im Atelier zur ersten Skizzierung und dann zur Weiterentwicklung meiner Zeichnungsserien. 


Ab und an und immer in guter Gesellschaft zeichne ich in den Berliner Museen.
Eines meiner liebsten Museen ist das Bode Museum, jetzt liebe ich ich es noch mehr, denn bis auf weiteres werden dort unvergleichlich schöne Paarungen ausgestellt: Afrika im Bode Museum.
Der unten rechts im Bild liegende Bogen (60 x 42 cm) entstand im Keller des Bode Museums.

Montag, 19. März 2018

Katharina und Michael Rutschky

Foto oben links©Piotr Bialoglowisz, Foto oben rechts: ©Robert Patz, Vernissage in der Schwartzschen Villa, 2016                                  Fotos unten ©Tim Bussen, Vernissage/Eröffnungsrede Kunstverein Ingolstadt 12/2009

Sonntag, 28. Januar 2018

Frühlingserwachen

Der Radweg nach Kreuzberg zum Spreewaldplatz war immer noch gesperrt. Über Null, es nieselte. Grüne Welle, Wiener Straße überquert. Beim letzten Sturm hatte es einen großen Baum auf dem Platz neben dem Bad entwurzelt. War es eine Eiche gewesen? Oder doch eine Buche? Mittlerweile waren die Reste entsorgt. Vor Jahren hatte B., als ihr Sohn noch im Säuglingsalter war, ihn hier zwischen den Bäumen gewickelt, es könnte zur gleichen Jahreszeit gewesen sein, unwirtlich, grau der Platz und feucht die Erde, und ich fand B. unglaublich praktisch, als sie ihrem Kind dort die Windeln wechselte.

Fast genau an der gleichen Stelle, an der B. Ihren Sohn damals auffrischte,
lag heute ein Typ. Allerdings ohne eine vor Kälte schützende Unterlage,
wie der Sohn von B. damals. Der heute lag direkt auf der Erde.
Zuerst fuhr ich mit dem Rad an ihm vorbei, hatte keine Zeit, neue Kinderkurse begannen, musste noch einiges vorbereiten. Dann drehte ich doch um, kurvte zurück zu dem Typen und kuckte, was mit ihm war. Pennte der? Krank? Gefallen? Herzattacke? Suff, Rausch, sonstewas?
Ich beugte mich zu ihm hinunter. Er hatte die Augen geschlossen, ziemlich jung noch, nicht groß, mopsig, nicht schmuddelig, vielleicht etwas verpekt, lag ja schließlich im Dreck.
»Hallo, Sie können hier nicht auf dem kalten Boden liegen!«
Keine Reaktion. Ich wiederholte mich.
Von der Baustelle weiter vorn kam ein Arbeiter: »Der liegt schon länger hier. Haben Sie ein Telefon dabei?«
Ich schüttelte den Kopf, obwohl ich natürlich natürlich eines dabei hatte.
»Hallo, hier können Sie nicht liegen«, schrie ich.
Der Bauarbeiter ging wieder an die Arbeit.
Ich schrie einige Male HALLO, HALLO, HALLO und beugte mich noch tiefer zu ihm hinunter. Seine Augenlider zuckten. Ob er mein Geschrei gerade in seinen Traum einbaute? Die Lider zuckten immer noch. Vom Rumgeschrei war mir schon ganz schlecht.

Ob ich mal an seiner Schulter rütteln sollte? Und wenn er sich so erschreckt, dass er mir instinktiv ein paar langt? Lieber schrie ich noch eine Weile. Ich merkte, wie ich rot wurde, warm war mir auch und langsam ging mir die Puste aus.
Die Bauarbeiter hatten inzwischen aufgehört zu arbeiten und beobachten, was passieren würde. Erst einmal nichts. Wenn ich nicht bald weiterfuhr, würden die ersten Stunden meiner neuen Kurse im Chaos enden. Kein guter Start. Sollte ich einfach fahren?
Ich stupste ihn an seine Schulter. Keine Reaktion. Ich rüttelte an seiner Schulter. Keine Reaktion. Leben tat er, ohne Zweifel, seine Lider zuckten ja. Aber warum bewegte der sonst nichts? Hörte der mich? Vielleicht war er taub? Taub und gefallen, schlimme innere Verletzungen? Merkte nur von Ferne, dass man mit ihm sprach, etwas von ihm wollte?
Drei halbstarke Jungen kamen neugierig herangezockelt. Ob der besoffen sei, wollten sie wissen.
»Keine Ahnung, der kann hier doch nicht liegen bleiben«, sagte ich eher zu mir selbst und fragte dann, ob sie ein Handy dabei hätten, um einen Krankenwagen zu rufen, da hatte der eine schon eines gezückt. Einen Moment warten, bitte.
Ich schrie noch ein paar Mal sehr laut HALLO. Die drei Jungs und die Bauarbeiter kuckten.
Plötzlich sprang der Liegende wie Jack in the box nach dem Deckelöffnen in die Höhe, sagte klar und deutlich und nicht leise: »Nirgendwo kann man schlafen«, schlurfte fünf Meter weiter und legte sich dort auf die Erde.
Die Jungen kicherten. Ich fuhr – da schlief der Hallo-Mann schon wieder. Die Bauarbeiter winkten mit Schaufeln.

Sonntag, 14. Januar 2018

Im Atelier

Einblick in Kapitel VI »Nachtschicht« aus der Serie »Nachrichten aus dem Paradies«
Seit 2011 entsteht meine groß angelegte Serie »Nachrichten aus dem Paradies«, mittlerweile gibt es fünf Kapitel, die im ständigen Werden sind. Nun noch ein sechstes Kapitel, vor ein paar Tagen mit der technischen Umsetzung begonnen. »Nachtschicht« heißt es und beim automatischen Zeichnen entwickeln sich Texte, die ebenfalls zu diesem Kapitel gehören.

Mittwoch, 27. Dezember 2017

Nicht nur in eigener Sache


»Dat fängt in Kopp an« aufgeschlagen.

»Dat fängt in Kopp an«
Plattdeutsche Geschichten von Ingrid Wrede
mit 23 Zeichnungen von Barbara Wrede
290 Seiten, Omnino Verlag, Berlin
ISBN (Buch) 9783958 949710, Euro 16.99€
ISBN (eBook) 9783958940727, Euro 14,99€
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Plattdüütsch:
Woarum is in Davos nix los und bie Opa noch vääl Platz? Wat ät Flexitarier, und wann ward de Radetzkymarsch von Johann Strauß spält? Wer tritt de Amtsnoafolge an, und wie ward Striet schlicht? Gaue Affsichten, Kerkgang und Beerdigung, Gerichtsverhandlungen, Oldenburger Südfrüchte, eine Kauh, de geern ein Reh weier, und ein Hund, de tellen kann – doarum und um noch vääl mehr gaht dat in de mit fienen Humor und upp plattdüütsch vertellten Geschichten von Ingrid Wrede, von de öwer 100 hier tauhoopfoat sünd. Schön moakt sünd de Geschichten mit Teiknungen von mick (bin öhre Dochter).

Ingrid Wrede, born 1942 in Emmen/Neddersassen, schriwt seit Joahrtahnten plattdüütsche Geschichten. Ehrenamtlich bringt sei sick seit öwer 30 Joahr in sozialen, kulturellen und in kommunalpolitischen Beriek in 2015 hat sei dat Bundesverdeinstkrüüz krägen.
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Hochdeutsch:
Warum ist in Davos nichts los und bei Opa noch viel Platz? Was essen Flexitarier, und wann wird der Radetzkymarsch von Johann Strauß gespielt? Wer tritt die Amtsnachfolge an, und wie wird ein Streit geschlichtet? Gute Absichten, Kirchgang und Beerdigung, Gerichtsverhandlungen, Oldenburger Südfrüchte, eine Kuh, die gerne ein Reh wäre, und ein Hund, der zählen kann – darum und um noch viel mehr geht es in den mit feinem Humor und auf Plattdeutsch erzählten Geschichten von Ingrid Wrede, von denen hier im Band über 100 zusammengefasst sind. Geschmückt sind die Geschichten mit Zeichnungen von mir (bin ihre Tochter).

Ingrid Wrede, geboren 1942 in Emmen/Niedersachsen, schreibt seit Jahrzehnten plattdeutsche Geschichten. Ehrenamtlich engagiert sie sich seit über 30 Jahren im sozialen, kulturellen und kommunalpolitischen Bereich. 2015 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz.

Samstag, 23. Dezember 2017

Der Mann vom Reh, ein Wackelzahn und die Afrikafrage




Einer der Kurse, die ich als Dozentin für Jugend im Museum leite und in dem es um die Stadt aus Holz geht, ist für Kinder ab fünf.
Im vergangenen Kurs eröffnete ich so manch eine Stunde mit der Frage, wie der Mann vom Reh bzw. der Ricke heißt.
Die Antwort wußte nur H. und weil er nicht wie die anderen »Hirsch« oder »Kikeriki« rief, bat er mich, meine Frage jeweils zu Kursbeginn so oft zu wiederholen, bis alle die richtige Antwort wussten. Das dauerte etwas.

N., die mittlerweile in der 1. Klasse ist, hat seit über einem Monat einen Wackelzahn, der Erwachsenenzahn darunter ist schon zu sehen, der Kinderzahn steht ab wie ein Horn und lugt unter der Oberlippe hervor.
Dein Zahn ist ja immer noch nicht raus, begrüße ich sie deshalb zum wiederholten Mal.
»Immer wenn ich meine Mutter küsse, dann steche ich sie.«



Später steht N. an der Werkbank H. gegenüber und fragt ihn: »Warst Du eigentlich schon einmal in Afrika?«
H. schüttelt seinen Kopf.
»Dann müsstest Du ja eigentlich meinen Opa kennen, der war auch noch nie in Afrika.«

Samstag, 28. Oktober 2017

Kassel in der Kiste

Meine Fadenbilder entstehen seit 2001 auf handgewebtem Leinen, das ich von meiner Großmutter erbte. Das war zu Studienzeiten, und ich malte noch – mit sehr pastosem Farbauftrag, der keinen Untergrund mehr ahnen ließ. Nichts würde von der Struktur des handgearbeiteten Leinens mehr zu sehen sein, würde ich darauf malen. Das wollte ich nicht.
Erst viele Jahre und nach unzähligen Versuchen, die Arbeit meiner Großmutter und meiner Tante und die Struktur des Leinens sichtbar zu lassen, kam ich auf die Lösung, wie ich das Material benutzen konnte. Die Fadenbilder vereinen unsere Arbeit zu einer generationsübergreifenden Symbiose. Sie entstehen ohne Vorzeichnung und direkt auf dem Leinen. Der Einsatz des Fadens ist entschieden, linear und pur wie der Stoff, der als Träger dient. Die Arbeiten gehören zu verschiedenen, groß angelegten Serien.
aus den Serien »Alltägliche Missgeschicke« und »Verhandlung«, jeweils Baumwolle auf handgewebtem Leinen





Am 23.11.2017 um 18 Uhr wird die Ausstellung «Narrative Positionen # II« im Südflügel des Kulturbahnhofs Kassel eröffnet. Dort werden einige Fadenbilder von mir zu sehen sein.
Momentan lagern sie noch, zum Abholen für die Spedition bereit, in einer Kiste im Atelier. Darin sind Werke aus den Serien »Paarbildungsstrategien«, »Alltägliche Missgeschicke« und »Verhandlung«.



»Narrative Positionen # II«
Mit Arbeiten von Ines Christine Geißer, Kirsten Carina Geißer,
Carmen José, Bernhard Skopnik, Reinhold Weber, Daniela Witzel und mir.

Kulturbahnhof Kassel, Südflügel
Ausstellung bis 17.12. 2017.
Öffnungszeit täglich von 14 bis 18 Uhr.
Eintritt frei.





Samstag, 30. September 2017

Geballte Ladung: Ausblick und Rückblick

Nach den Herbstferien, ab 8.11.2017, gibt es unter meiner Leitung und in Zusammenarbeit mit Jugend im Museum eine offene Künstlerwerkstatt für Kinder von 6-10 Jahren im Atelier der Kommunalen Galerie Charlottenburg-Wilmersdorf.
Thema: Wie arbeiten eigentlich KünstlerInnen?
Inspiration dazu liefern u.a. die aktuellen Ausstellungen in der Kommunalen Galerie und die Werke in der umfangreichen, dort ansässigen Artothek. Der Kurs ist kostenlos, das Material auch, die Kinder können ohne Anmeldung in der Zeit zwischen 15-18h zum Zeichnen, Malen, Bauen, Collagieren ... vorbeikommen.

Ort: Komunale Galerie Charlottenburg-Wilmersdorf
Hohenzollerndamm 176
10713 Berlin
U3/U7, Fehrbelliner Platz (und von da aus ca 100m den Hohenzollerndamm hoch.)
(Übrigens: Ab Anfang nächsten Jahres kann man sich dort in der Artothek auch »echte Wredes« ausleihen. Mehr dazu, wenn es soweit ist.)
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In der kommenden Woche beginnen meine Holzkurse für kleine (5-7Jahre) Kinder, Thema: Stadt und ältere Kinder (8-10 Jahre), Thema: meine Spielgefährten, die ich ebenfalls als Dozentin bei Jugend im Museum gebe. Es gibt noch einige wenige Plätze in der JIM-Werkstatt Hufelandstraße.
Museumsbezug ist dieses Mal das Märkische Museum.
Stadt aus Holz


Meine Spielgefährten

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Bereits vor meiner Studienzeit in Kassel habe ich begonnen, kulturelle Bildung zu vermitteln.
Seit einigen Jahren bin ich jetzt Dozentin bei Jugend im Museum und wie in jedem Jahr fanden in den Sommerferien Kompaktkurse für Kinder statt.
Im Innenhof vom Märkischen Museum stand das Mittelalter auf dem Programm.
Wappenbau und Spaziergang zur Klosterruine
Wilde Wesen im Garten des Museums Europäischer Kulturen




















Im Garten des Museums Europäischer Kulturen wurden »Wilde Wesen« geschaffen, Inspiration dazu lieferte auch der wunderbare, gewebte Teppich der Anna Bump.
Als handwerklichen Schwerpunkt hatte ich die Papierfalterei ausgesucht, die mit einer Faltung des heiligen Geistes über Unterhosen und Wasserbomben zu besteigbaren Booten, Riesenfröschen, modularem Origami, Schlangen, Pinguinen und Ganzverkleidungen führte.

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»Das Bild vom Ich« in der Poelchau-Sportschule



Im workshop »das Bild vom Ich«, zu dem ich als Künstlerin von der Poelchau Sportschule eingeladen war,  drehte sich alles um das Selbstporträt, das Schüler der 9. Jahrgangsstufe auf großem Format anfertigten und anschließend während des Schulfestes präsentierten.

Freitag, 25. August 2017

Nachrichten aus dem Paradies, Kapitel IV

Kapitel IV: »Was vom Tage übrig blieb«, je 76 x 56 cm, Tusche auf Büttenpapier, 2017
»Nachrichten aus dem Paradies« ist der Titel meiner großangelegten Serie, die bislang vier Kapitel mit unterschiedlichen Thematiken umfasst.
2011 begann ich mit dieser Serie, seit 2017 entsteht das vierte Kapitel »Was vom Tage übrig blieb«.
»Was nützt die Liebe in Gedanken«, »Unglaubliche Reisen«, »Eh Du erwacht« sind die Titel der bisherigen drei Kapitel, die jeweils aus ca 100 Blatt in Formaten bis 200 x 280 cm bestehen.
Die Serie ist noch nicht abgeschlossen.

Freitag, 28. Juli 2017

Kalter Kaffee

Mann mit Tasse im Kaffeegarten, rauchte, zwei Frauen mit Kännchen, redeten. Sonst keiner. Leichter Nieselregen. Ich bestellte Eiskaffee und Leitungswasser, sah durch die Personaltür im UG des Gebäudes, dass der Kellner mein Getränk zubereitete. Ob er am Löffel leckte? Oder die Sprühsahne, die er nun auf den Kaffee spritzte, vom Verschluss abschlabberte, während er in einer Nische rechts herumfuhrwerkte? Jetzt sah ich seinen Arm und wie er einen langstieligen Löffel in das Glas steckte. Heute morgen war es furchtbar schwül gewesen. Der Mann neben mir fing an zu fluchen, weil es stärker zu nieseln begann, nahm seine Tasse und stellte sich in einen der Türeingänge neben der Küchennische. Die beiden Frauen fragten einen jungen Kellner, ob er den Sonnenschirm öffnen könne. Seine Antwort vernieselte; der Schirm blieb zu.
Der erste Kellner brachte meinen Eiskaffee, sogar das Leitungswasser hatte er dabei. Doch nicht auf Krawall gebürstet. Es regnete. Ob er mir den Sonnenschirm aufspannen könne, oder ob ich das tun kann?
Wenn ich das mache, dann kommen fünf so wie Du, und ich werde krank.
Was macht das?
Dreiachtzig.

Sonntag, 11. Juni 2017

Sonntag, 28. Mai 2017

Im Atelier

»meeting Anubis« aus der Serie: Moritat vom Schweben, Bleistift auf Papier (ohne Wischen), je 42 x 30 cm, variable Reihung (nicht abgeschlossen)

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