Die Künstlerin Barbara Wrede, Berlin, veröffentlicht in ihrem Blog Szenen aus dem Alltag, Notizen zu Kunst und zu Ausstellungen und gibt einen Einblick in ihr Atelier und darin entstehende Arbeitsserien. Oder in andere Geschehnisse. Manchmal in Worten, manchmal als Skizze, Cartoon, Zeichnung oder Foto oder Vignette. Je nachdem. Um die Abbildungen genauer zu betrachten bzw. zu vergrößern, reicht ein Klick mit der Maus in die Bilder. Für den Inhalt externer links ist Barbara Wrede nicht verantwortlich.

Dienstag, 28. Februar 2012

Flowrian

Flowrian (Florian Pauly) verstarb am 3.Augsut 2011. Er war seit 1984 überregional als illusionistischer Wandmaler tätig. In den darauf folgenden Jahren arbeitete er für Filmausstatter und erstellte Backdrops für verschiedene Fotografen. 2003 begann seine Karriere als freier Künstler mit Installationen, Performances und Malereien, die in verschiedenen Ausstellungen zu sehen waren, Ende 2009 Gründung von FLOWMO mit Monique Wüstenhagen.
Im Andenken an den Künstler und Freund Flowrian zeigt die Galerie Crystal Ball eine Dokumentation seiner gleichnamigen Performance, die er im August 2008 in der Galerie realisiert hat.

Florian Pauly – Neuro und die Erleuchtungsdroschke
Filmabend am Freitag, den 2. März um 19 Uhr.

Galerie Crystal Ball
Schönleinstraße 7
10967 Berlin
Tel: 030 600 528 28





Am folgenden Tag, Samstag, den 3. März 2012 um 19 Uhr wird die retrospektive Ausstellung:
Flowrian – „Wenn ich 30 werde, dann!“
in der Galerie R31 eröffnet.

Galerie R31
Reuterstraße 31,
12047 Berlin
Ausstellung bis 31.03.2012,
Öffnungszeiten: Donnerstag bis Samstag 15 bis 19 Uhr,
sowie Samstag 24.03.2012 bis 22 Uhr und
Sonntag 25.03.2012, 15 bis 19 Uhr.

Samstag, 25. Februar 2012

artrelais_01 – Schaffungsräume

Im Herbst 2011 haben die Künstlerin Anett Frontzek und ich das Kunstportal artrelais gegründet. artrelais_01 vereint neun renommierte Positionen der Bildenden Kunst aus den Bereichen Fotografie, Malerei, Zeichnung, Objekt, Skulptur und Konzept.
Hier und heute gibts nun Einblicke in die Räume und das Schaffen einiger artrelais-Künstler.

Michael Rutschky: Immer Street Photography – sogar bei Innenräumen.






Michael Rutschky, der Mann vom Schema, lebt und arbeitet in Berlin. Sein Betrag für artrelais_01 ist fotografischer Natur und „immer Street Photography - sogar bei Innenräumen“.








Blumensträuße von Wolf Klein

Wolf Klein, blogger von hechelgelbling, lebt und arbeitet ebenfalls in Berlin und bereichert artrelais_01 mit Pflanzen.
„Schnittblumen als Strauß und mein derzeitiges Lager im Blumenzimmer. Blumen können ein ganzes Zimmer verändern... “


 
Anett Frontzek in ihrem Atelier im Künstlerhaus Dortmund.

Anett Frontzek lebt und arbeitet im Künstlerhaus Dortmund. Auf den Fotos ist sie Landkarten sezierend zu sehen: ein „faked mountain“ entsteht.





Atelier Barbara Koch, Künstlerhaus Dortmund.





Barbara Koch arbeitet ebenfalls im Künstlerhaus Dortmund und hat ihr dortiges Atelier gerade frisch renoviert.













Bubu & Baba von Marcus Weimer alias Rattelschneck
Marcus Weimer alias Rattelschneck zeichnet seit einiger Zeit auch für die Gewerkschaftszeitung ver.di publik. „Bubu und Baba“ heißt seine Serie, die dort veröffentlicht wird.

Schwarze Fläche und ich im Atelier.


Und schließlich ich, eine schwarze Fläche zeichnend, die, wenn geschlossen, noch zu polieren ist.

Freitag, 24. Februar 2012

Ich & die Wirklichkeit

Die Ausstellung „Ich & die Wirklichkeit“ mit Arbeiten von Anett Frontzek, Michael Göbel, Uta Zaumseil und mir ist noch bis zum 4.3.2012 in der Kunsthalle Willingshausen zu sehen.
Michael Göbel hat die folgenden Ausstellungsansichten fotografiert.
Um die Abbildungen genauer zu betrachten, genügt ein Klick in die Bilder. Sie werden dann automatisch vergrößert und in einer lightbox angezeigt.

„Imaginäre Vorschläge, auf weiß zu wandeln“ (Kartenschnitte) von Anett Frontzek, „Hochstände“ (Skulpturen) von Michael Göbel, „Mehla bei Nacht“ (Linoldrucke) von Uta Zaumseil und die Bild-Text-Serie „Über das Verschwinden – im Vorübergehen“ von mir. Alle Fotos ©Michael Göbel 2012.

„Hochstände“ und „Harmony in my Head“ (Skulpturen) von Michael Göbel, „Imaginäre Vorschläge, auf weiß zu wandeln“ (Kartenschnitte) von Anett Frontzek, die Bild-Text-Serie „Über das Verschwinden – im Vorübergehen“ von mir, „Mehla bei Nacht“ (Linoldruck) von Uta Zaumseil. Alle Fotos ©Michael Göbel 2012.

Bild-Text-Serie: „Über das Verschwinden – im Vorübergehen“ von mir, „Mehla bei Nacht“ (Linoldrucke) von Uta Zaumseil,  „Hochstände“ und „Harmony in my Head“ (Skulpturen) von Michael Göbel. Alle Fotos ©Michael Göbel 2012.

Am 21.2.2012 erschien in der HNA (Hessisch-Niedersächsische-Allgemeine Zeitung) eine Besprechung von Mark-Christian von Busse.

Öffnungszeiten der Kunsthalle Willingshausen:
Samstag und Sonntag von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr
Dienstag bis Freitag von 14 - 17 Uhr und nach Vereinbarung
Kunsthalle im Gerhard-von-Reutern Haus in Willingshausen
Merzhäuser Straße 1, 34628 Willingshausen, Telefon:  0 66 97-14 18

Donnerstag, 23. Februar 2012

Das wohltemperierte Atelier...

 ... ist ein Wunschtraum.
Langsam rutschen die Temperaturen im Atelier allerdings wieder auf ein erträgliches Maß. Der strenge Frost schien in alle Ritzen meiner Werkstatt gekrochen zu sein und die Kälte ließ Hirn und Finger frieren. Deshalb zog ich mit einigen Materiaien und einem Auftrag, der noch nicht ganz in trockenen Tüchern ist, in mein heimisches Arbeitszimmer, wo zu „normalen Zeiten“ schreiben, Bürokrams, Wunschbilder zeichnen, manchmal auch Illustrieren angesagt ist. Und so weiter.

Die Serie, die auf den Dielen ausgebreitet zu sehen ist, werde ich trotz gestiegener Temperaturen wohl hier vollenden. Farbe muss auch noch auf die Blätter. Zeichnend und schreibend nehme ich mich einem Thema an, das mich seit 1994 fast durchgehend beschäftigt.
Der Hund im Stadtraum. Im engen und auch im weitesten Sinne. Mehr dazu bald. Hier.
Dackelteppich mit Bepflanzung, 1996







Der nebenstehende Dackelteppich aus dem Jahr 1996 ist allerdings eher für das traute Heim bestimmt. Oder den Balkon.

Donnerstag, 16. Februar 2012

Olompische Kekse

...gabs am Wochenende im Atelier, wo aus gegebenem Anlass gefeiert wurde. Eingeladen waren Gäste, die mich im vergangenen Jahr ganz besonders unterstützt hatten.
olompische Kekse








Bevor die Gäste anrückten, wollte ich noch schnell eine rauchen (im Atelier ist bekannterweise Rauchverbot) und als ich die Tür – ganz in Gedanken an den ersten Zug – öffnete, standen dort bereits die ersten Besucher. Ich erschrak, fast wär mir die Kippe aus der Hand gefallen.
Und schämte mich etwas.
Erschrecken, wenn die Gäste kommen..., toller Titel, bemerkte der Herr vom Schema, der zu den ersten gehörte und überreichte mir einen „unerschöpflichen Ratgeber“ von 1934 aus dem Ullstein Verlag. Mit persönlicher Widmung und aus der Bibliothek seiner Frau Katharina. In diesem Werk ist u.a. nachzulesen, dass erlegtes Wild in Fell und Federn zu lagern ist (Abhängen). Auch toll!
Festtafel – bevor die Gäste kamen











Zum Schluß wurde das Rauchverbot aufgehoben und weil das Atelier so menschenvoll war, vergaß ich es, diesen Zustand zu fotografieren.

Dienstag, 7. Februar 2012

Fundstücke

„Warum hören Sie denn auf, hier zu arbeiten?“, fragte mich vor einigen Jahren ein Familienoberhaupt, dessen Enkel„chen“ in der Kinderfreizeitstätte herumlungerte, in der ich als Belustigungstante im schönen Nord-Neukölln beschäftigt war – und dort auf meine Art versuchte, einen Beitrag zum Weltfrieden zu leisten.
Ich habe ein Stipendium, antwortete ich dem Herrn.
Aha, murmelte er und blickte mich an, als hätte ich eine schlimme Krankheit.
Stipendium – hört sich ja auch so an: Schlimmer Auswurf, fiese Hautkrankheit, bestimmt ansteckend.
Ich liess ihn in seinem Glauben, hatte keine Lust, das Wort zu erklären.

Heute kramte ich in meinem Fotofundus, weil ich M. eine Ansicht von selbstgebackenen Keksen in Pavianform mit rotem Schokoladenpopo schicken wollte und fand diese Bilder, die ich während eines Stipendiums, in der schönen Schwalm war das, direkt von einem Fenster meiner Residenz geknipst habe. Zu sehen ist der Fleischabfallabholtransporter, der immer freitags zu dem benachbarten Schlachter kam. Nicht zu sehen ist die Gosse, in der Hinabgefallenes gammelte. 


Und dann war da noch dieses Bild mit dem Auto eines Angehörigern der Schlachterfamilie, der mit an das Nummernschild geknoteten Euterzitzen durch die Gegend juckelte.

Dieser Anblick ist in einem Text, den die Berliner Zeitung veröffentlichte, verarbeitet.

Im Atelier

Verpackt, versichert







...und unterwegs nach München ist die Zeichnung: Auf dem Golfplatz. Das Blatt ist Teil der Serie „Jenny Marx und die Wahrheit über die Beatles“ und  zu einem Wunsch von Frau Dr. S. entstanden, in deren Besitz zukünftig Bild und Heft sein werden.

Mehr aus dieser Serie ist noch bis Ende des Jahres im Jenny-Marx-Haus zu Salzwedel zu sehen. Vielleicht auch länger.

Donnerstag, 2. Februar 2012

Mittwoch, 25. Januar 2012

Im Atelier – das Motiv

das Motiv – Ausnahme: links oben...
Vor einiger Zeit erzählte mir eine Sammlerin wredescher Kunst, eine Arbeit von mir sei wellig geworden und fragte, was sie tun könnte, um den ursprünglichen Zustand wieder herzustellen. Daraufhin besuchte ich Sammlerin und Arbeit. Wellige Zeichnungen kann ich nicht ertragen.
Ich zeichne die Arbeit neu, versprach ich. Und nahm die Zeichnung aus der Serie „Hemden für Normale“, 70 x 50 cm mit ins Atelier. Etwa 100 Zeichnungen zeichnete ich. Hätte gedacht, Selbstkopieren geht einfacher. Geht gar nicht. Obwohl es nur Striche und Punkte sind. Ein ausgerutschter Strich, ein versetzter Punkt, womöglich beides. Ganz anderer Ausdruck. Manche Blattkopie wanderte sofort in den Papierkorb. Kein Blatt war wie das andere und keines so, wie das Original. Die Qual der Wahl allerdings hatte letztendlich die Sammlerin, für die ja eine der Kopien bestimmt war. Die Auswahl fiel ihr nicht leicht, schließlich aber traf sie sie.

Die immer wieder gleiche Zeichnung eines Motivs zeichnen. Automatisches Zeichnen.
Kopf frei. Nur machen. Wie ferngesteuert. Toll.
Daran wollte ich mich erinnern und versuchte, diesen Zustand künstlich wiederherzustellen. Diesmal benutzte ich anstelle eines Bleistiftes die Zeichenfeder und Din A 4 Büttenpapier. Bei Blatt 50 fragte ich mich zwar, was das soll, aber es ging ja ums Durchhalten (...und darum gehts in der Kunst ja meistens. Wie lange also noch?) und deshalb tat ich das.
das Motiv überpinseln













Hat nicht geklappt. Keine Ahnung, ob es an dem Motiv oder der Künstlichkeit bzw der Zwecklosigkeit oder an Allem lag.
Deshalb habe ich nun alle Motive/Blätter übermalt, die meisten mit einem Gemisch aus schwarzer Farbe mit Lackgemisch, manche mit weißer Farbe und Lackgemisch.
Platz für Neues. Schwarz auf weiß und weiß auf schwarz.

Blog-Archiv