Die Künstlerin Barbara Wrede, Berlin, veröffentlicht in ihrem Blog Szenen aus dem Alltag, Notizen zu Kunst und zu Ausstellungen und gibt einen Einblick in ihr Atelier und darin entstehende Arbeitsserien. Oder in andere Geschehnisse. Manchmal in Worten, manchmal als Skizze, Cartoon, Zeichnung oder Foto oder Vignette. Je nachdem. Um die Abbildungen genauer zu betrachten bzw. zu vergrößern, reicht ein Klick mit der Maus in die Bilder. Für den Inhalt externer links ist Barbara Wrede nicht verantwortlich. Alle Fotos (wenn nicht anders angegeben) ©Barbara Wrede und VG Bildkunst, Bonn.

Montag, 19. August 2013

Schluss mit roten Fäden

heißt die Ausstellung, die am 23.8.13 um 18h in der
Galerie am Bahndamm in Gießen eröffnet wird. Die Galerie ist eine Institution der Lebenshilfe Gießen und zeigt Arbeiten von Menschen, die im Atelier 23 arbeiten. Leiter des Ateliers 23 und der Galerie sind Mirko Westermayer und Andrea Lührig. Zu jeder Ausstellung laden sie externe Künstler ein, deren Arbeiten gemeinsam mit denen im Atelier 23 geschaffenen gezeigt werden. Auf mich aufmerksam wurden sie durch das Künstlerpaar Tine Fiand und Ernst Groß, die seit vielen Jahren in Großroppershausen ihren Kunstwerkhof betreiben.

In der Ausstellung Schluss mit roten Fäden – Konkretes und Abstraktes sind meine Fadenbilder dabei und ich freue mich sehr, dass eines meiner Motive die dazugehörige Einladungskarte und das Plakat schmückt. Ein Katalog ist in Planung und kann nach Erscheinen bei der Galerie geordert werden. Die Ausstellung ist bis zum 16.11.13 zu sehen.


An dieser Stelle möchte ich auch auf das wunderbare Buch Weltensammler hinweisen, das ich mir just zu dem Zeitpunkt aus der Bibliothek geliehen hatte, als die Leitung der Galerie mich zu der Ausstellung einlud.

Meine Fadenbilder entstehen seit 2001.
Wie es dazu kam?
Als meine Großmutter starb, erbte ich einen Ballen handgewebtes Leinen. Sie war Bäuerin, ihr Mann im Krieg gefallen. Gewebt hatte sie das Leinen in Winterzeiten, in der die Arbeit auf den Feldern ruhte. Es war zum Schutz von Getreide und Heu zur trockenen Einfahrt mit dem Pferdewagen vom Feld in die Scheune gedacht.
Der Tod meiner Großmutter fiel in meine Studienzeit. Damals malte ich noch – mit sehr pastosem Farbauftrag. Nichts würde von der Struktur des Webstoffs mehr zu sehen sein, würde ich darauf malen. Das wollte ich nicht. Jahre später kam ich endlich auf die Lösung, wie ich das Material benutzen konnte. Die Fadenbilder entstehen ohne Vorzeichnung und direkt auf dem Leinen. Sie vereinen unser beider Arbeit.

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