Die Künstlerin Barbara Wrede, Berlin, veröffentlicht in ihrem Blog Szenen aus dem Alltag, Notizen zu Kunst und zu Ausstellungen und gibt einen Einblick in ihr Atelier und darin entstehende Arbeitsserien. Oder in andere Geschehnisse. Manchmal in Worten, manchmal als Skizze, Cartoon, Zeichnung oder Foto oder Vignette. Je nachdem. Um die Abbildungen genauer zu betrachten bzw. zu vergrößern, reicht ein Klick mit der Maus in die Bilder. Für den Inhalt externer links ist Barbara Wrede nicht verantwortlich. Alle Fotos (wenn nicht anders angegeben) ©Barbara Wrede und VG Bildkunst, Bonn.

Dienstag, 16. April 2013

Eine weiche Landung

... habe ich meinen mehr als einem Dutzend Helfern am Umzugstag zu verdanken. Ohne die wäre ich aufgeschmissen gewesen. Und auch ohne das Catering, für das meine Schwester sorgte. Und ohne die, die mir schon vorab ein paar Fuhren kutschiert haben. Und ohne M., der mir auch beim Streichen geholfen hat. Und ohne die, die mich in Gedanken unterstützt haben.

Euch allen: VIELEN VIELEN DANK!!!!

Behauptung: Es war ein ganz, ganz, ganz schöner Umzug.

Nach dem Transport wurde von Marcus die Barrierefreiheit getestet. Gutachter: Der Wolf. Test bestanden.
Und dann getafelt.

Jetzt wird noch ein wenig renoviert.


Fast auf den Tag genau vor 10 Jahren (18.4.2003. Catering: Katharina Rutschky) zog ich mit meinem Atelier von Moabit nach Neukölln – in die Straße, in der ich schon lange wohnte.

Weil der Umzug damals an einem Karfreitag stattfand, beschloss ich, den Neuköllner Ateliergeburtstag auf diesen beweglichen Feiertag zu legen, kann ich mir besser merken.
In diesem Jahr habe ich ihn trotzdem vergessen.

In Erinnerung bleibt der Grund für meinen Atelierumzug:
Verdreifachung der Miete und noch etwas mehr – wenn ich dringeblieben wäre. Womit potentielle Nachmieter rechnen müssen, darüber vermag ich nicht zu spekulieren.
Das klingt nach Unrecht, zumindest hört es sich unmoralisch an, ist bei Gewerbe aber möglich. Unter diesen Umständen wollte und konnte ich nicht verhandeln, wollte auf keinen Fall bleiben, und wissen, was die Zukunft hier bringen wird, wollte ich schon gar nicht.

Fakt: Ich kann es mir nicht leisten – weder finanziell noch mental (Gedanken sind manchmal überhaupt nicht frei).
Also: Neustart.

Ob die Neuköllner Verhippung noch weiter gehen wird? Nochn Laden für Kinderklamotten?
In direkter Nähe zum Eisladen? Wäre praktisch. Restaurante im Hinterhof? In jedem Reiseführer als Geheimtipp. Cool. Fressen. Saufen. Kinderkrams.

Is mir aber auch egal, bin jetzt weg, weine diesem Scheiß-KOTZKÖLLN keine Träne nach und die Horoskope der neuen Nachbarn interessieren mich auch immer noch nicht.
Viel lieber packe ich weiter aus.


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