Die Künstlerin Barbara Wrede, Berlin, veröffentlicht in ihrem Blog Szenen aus dem Alltag, Notizen zu Kunst und zu Ausstellungen und gibt einen Einblick in ihr Atelier und darin entstehende Arbeitsserien. Oder in andere Geschehnisse. Manchmal in Worten, manchmal als Skizze, Cartoon, Zeichnung oder Foto oder Vignette. Je nachdem. Um die Abbildungen genauer zu betrachten bzw. zu vergrößern, reicht ein Klick mit der Maus in die Bilder. Für den Inhalt externer links ist Barbara Wrede nicht verantwortlich. Alle Fotos (wenn nicht anders angegeben) ©Barbara Wrede und VG Bildkunst, Bonn.

Donnerstag, 21. November 2013

Stolz wie Mulle

Vorgestern wurden die Nacktmulle abgeholt, die im vorigen post en detail zu sehen waren.
Wie immer bricht kurz vor einer visionbycall-Übergabe Lampenfieber bei mir aus.
Warum? Ich habe einen Auftrag erledigt. Wie ich etwas umsetze, überhöhe... bespreche ich NICHT mit den Auftraggebern, das ist das Besondere beim Visionbycallen. Vertrauen gegen Vertrauen. In diesem Fall war mir der Satz »Nacktmulle schleppen ihre toten Artgenossen in unterirdische Latrinen und schließen sie dort ein« zur Verbildlichung aufgetragen worden. Ein großer Satz, der eine ebensolche Umsetzung forderte.

visionbycall-Kärtchen mit Farbschnitt. Und wer hat sie gedruckt?

Ob ich das geschafft habe?
Was wenn dem Besteller meine Arbeit nicht gefällt?
Usw... usw...





Dienstag besuchten mich zwei Herren im Atelier, von denen der eine der Auftraggeber war.
Um meine Anspannung etwas runterzutunen, zeigte ich den beiden erst einmal das nicht mehr ganz so neue Atelier. Das dauerte etwas. Sie hatten eigentlich gar keine Zeit. Die Herren stecken mitten in der Gründungsphase ihres Unternehmens, beide sind Journalisten und planen nun ein online-Magazin der ganz besonderen Art. Wir teilten uns zu dritt zwei Biere.

»Die Last der Mulle«, 42 x 29,7 cm, 2013


 Dann legte ich die Mulle vor.


»Die Last der Mulle« hielt dem strengen Blick der Herren stand. Die Tiere gingen am gleichen Abend noch mit den Herren auf die Reise nach Hamburg und werden fortan dort im Büro die zu erwartenden journalistischen Höchstleistungen begleiten.

Das macht mich stolz und ganz froh
wie die Mulle im Fail better media Büro.

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