Die Künstlerin Barbara Wrede, Berlin, veröffentlicht in ihrem Blog Szenen aus dem Alltag, Notizen zu Kunst und zu Ausstellungen und gibt einen Einblick in ihr Atelier und darin entstehende Arbeitsserien. Oder in andere Geschehnisse. Manchmal in Worten, manchmal als Skizze, Cartoon, Zeichnung oder Foto oder Vignette. Je nachdem. Um die Abbildungen genauer zu betrachten bzw. zu vergrößern, reicht ein Klick mit der Maus in die Bilder. Für den Inhalt externer links ist Barbara Wrede nicht verantwortlich. Alle Fotos (wenn nicht anders angegeben) ©Barbara Wrede und VG Bildkunst, Bonn.

Sonntag, 15. September 2013

Haare in der Kunst



Da kuckt er, der Leihhund, von seinem Schaffell aus auf das HAIR Plakat, das die diesjährige Hauptausstellung in der Ludwiggalerie Schloss Oberhausen ankündigt.

Am kommenden Samstag, 21.9.13 um 19 Uhr, wird sie in Oberhausen eröffnet. Weder Hund noch Fell aus dem Hause Wrede werden in der Ausstellung dabei sein, dafür aber einige Arbeiten aus meiner Serie »Profiling«, für die ich gesammelte Kundenhaare aus einem Frisörsalon zu ganz speziellen Objekten formte und mit Texten versah.



Aus dem Pressetext:

Meisterwerke aus der Sammlung Ludwig von der Antike bis heute

»Erstmals widmet sich eine Ausstellung dem vielseitigen Thema des künstlerischen Umgangs mit dem Haar und spürt ihm von der Antike bis heute nach. Dabei ergeben sich erstaunliche Parallelen in alter und neuer Kunst ebenso wie krasse Brüche. Seit Jahrtausenden übt das Haar - der menschliche und stets nachwachsende Schmuck des Hauptes und des Körpers - auf die Menschen aller Kulturen eine besondere Faszination aus. Es galt als Sitz der Seele oder symbolisierte die Lebenskraft des Menschen. Erotische Botschaften wurden schon in der Antike vom Haar transportiert. Die Mythologie beachtete es in Legenden wie Simson und Delila, der durch das Schneiden des Haares Kraft und Macht verlor oder das Haar der Berenike, das heute einen Sternenhaufen benennt. Das rote Haar galt als verräterisch, so beim neutestamentalischen Judas, Blond war und ist verführerisch (Marilyn Monroe) und schwarzes Haar gehörte oft zur femme fatal. In Perücken, wie beim eitlen Dirigenten der barocken Affenkapelle, fand es Gestaltung oder in den „head-banging“-Bildern der jungen Künstlerin Patricia Murawski. Die Rasur kann demütigend aber auch sexy sein, die jungfräuliche Maria trägt das Haar offen, die arabischen Frauen auf den Arbeiten Shirin Neshats sind verschleiert.«


Künstler:
Hans Arp / Peter Bömmels / Anita Brendgens / Pascale Brinkel / Colin Cook / Lovis Corinth / Otto Dix / Billie Erlenkamp / Conrad Felixmüller / Rainer Fetting / Renate Frerich / Manfred Gliedt / Domenico Gnoli / Erasmus Grasser / Johannes Grützke / Eckart Hahn / Joseph Hannong / Michael Heckel I Rebecca Horn / Johannes Hüppi / Johann Alexander Gottfried Jacobé / Johann Joachim Kaendler / Hendrik Kerstens / Ernst Ludwig Kirchner / Herlinde Koelbl / Jeff Koons / Sekyung Lee / Zoe Leonard / Meister des Aachener Altars / Meister der Passionsfolgen / Monogammist MS / Nicholas Monro / Friedrich August Mottu / Edvard Munch / Patricia Murawski / Shirin Neshat / Ursula Neugebauer / Wolfgang Peuker / Annette Peuker-Krisper / Pablo Picasso / Fritz Pitz / Jim Rakete / Ralf Raßloft / Tilman Riemenschneider / Chrystl Rijkeboer / Arno Rink / Simon Schubert / Claudia Schumacher / Cindy Sherman / Volker Stelzmann / Hans Rudolf Uthoff /  Joos van Cleve / Alexander Voet / Franz von Stuck / Lukas Vorstermann / Andy Warhol / Barbara Wrede / Bettina Zachow.





Ausstellung vom 22. September 2013 bis 12. Januar 2014
Im Kerber Verlag erscheint ein reich bebilderter Katalog, der in jeder Buchhandlung zu bestellen ist.
Texte von Christine Vogt, Christiane Brox, Gertrude Amann-Edelkott. Ca 264 Seiten, ISBN 978-3-86678-862-6, Hardcover, gebunden, mit Schutzumschlag.





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