Die Künstlerin Barbara Wrede, Berlin, veröffentlicht in ihrem Blog Szenen aus dem Alltag, Notizen zu Kunst und zu Ausstellungen und gibt einen Einblick in ihr Atelier und darin entstehende Arbeitsserien. Oder in andere Geschehnisse. Manchmal in Worten, manchmal als Skizze, Cartoon, Zeichnung oder Foto oder Vignette. Je nachdem. Um die Abbildungen genauer zu betrachten bzw. zu vergrößern, reicht ein Klick mit der Maus in die Bilder. Für den Inhalt externer links ist Barbara Wrede nicht verantwortlich. Alle Fotos (wenn nicht anders angegeben) ©Barbara Wrede und VG Bildkunst, Bonn.

Freitag, 29. Juli 2011

memento mori

... in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag starb der Sänger Bernd Clüver, las ich heute morgen in einem Zeitungsartikel von Elmar Kraushaar. 1976 widmete er sich als erster populärer deutscher Künstler mit „Mike und sein Freund“ dem Thema Homosexualtiät. Fast alle Rundfunkanstalten weigerten sich, dieses Lied zu spielen.
Bernd Clüver starb 63-jährig  an den Folgen eines häuslichen Unfalls, stand als Todesursache kurz und knapp am Ende des Artikels. Häuslicher Unfall? Was könnte das gewesen sein? 

Ich erinnerte mich an ein Frühstücksgespräch, in dem C. zu mir sagte, ich solle das Messer weglegen, er fürchte sich, wenn ich ihm mit spitzen Gegenständen in der Hand gegenüber sitzen würde. Ach, ich könnte ihn doch auch mit einem Kissen ersticken, grinste ich und wir lachten. Wäre das ein häuslicher Unfall gewesen, ich meine, der Tod durch Ersticken? Aber nee, wäre ja mit Vorsatz geschehen. Und das ist dann kein Unfall. Sind an einem häuslichen Unfall überhaupt andere Leute oder gar Tiere beteiligt oder nur Gegenstände, die umschlingen, erstechen, zerbrechen, verletzen, zu Fall und Tod bringen?

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