Die Künstlerin Barbara Wrede, Berlin, veröffentlicht in ihrem Blog Szenen aus dem Alltag, Notizen zu Kunst und zu Ausstellungen und gibt einen Einblick in ihr Atelier und darin entstehende Arbeitsserien. Oder in andere Geschehnisse. Manchmal in Worten, manchmal als Skizze, Cartoon, Zeichnung oder Foto oder Vignette. Je nachdem. Um die Abbildungen genauer zu betrachten bzw. zu vergrößern, reicht ein Klick mit der Maus in die Bilder. Für den Inhalt externer links ist Barbara Wrede nicht verantwortlich. Alle Fotos (wenn nicht anders angegeben) ©Barbara Wrede und VG Bildkunst, Bonn.

Samstag, 5. Februar 2011

Doch kein Trockel

Seit einer kleinen Ewigkeit hatte ich den Drucker meines Vertrauens nicht mehr gesehen, in diesem Jahr hatten wir noch nicht einmal telefoniert und gestern: endlich beide mal wieder Zeit. Wir verabredeten uns zum Kunstgucken in der Lindenstraße, da war Eröffnungsabend.
Als ich bei Zak Branicka in den Galerieraum bog, dachte ich an Rosemarie Trockel und ihre Bronzeskulptur eines betrunkenen, auf der Seite liegenden Dackels mit Hütchen, die ich vor vielen Jahren in einer Hamburger Galerie gesehen hatte.
Leider spucken mir die großen Suchmaschinen gerade kein Bild von der Dackelbronze aus, nur auf der Seite liegende Hirsche und Rehe im Angebot. So verlasse sich der, der die trockelsche Arbeit nicht kennt, auf seine Fantasie.





 


Warum ich an Frau Trockel dachte?  In der Mitte des Ausstellungraums bei Zak Branicka lag ein brauner Dackel. Ob der echt war? Oder Kunst? Festgeklebt? Das Tier blinzelte und robbte ein paar Millimeter auf dem Bauch, legte dann den Kopf wieder zwischen Pfoten. Lebte also. Doch kein Trockel. 






Dieses Bild von Herrn Schröder, in dem er selbst zu Kunst wird, knipste ich in der Galerie Konrad Fischer vor den Werken von Marie José Burki.








Danach liefen wir noch weiter durch allerhand Galerien und Kunst. Bevor wir zur Kochstraße/Dutschkestraße hinüber gingen, schnell noch ein Schnappschuss vom wohlbehüteten Drucker. 
Es regnete und wir rauchten in einem Hauseingang. Neben uns ein Schildchen der GSW, das uns mitteilte, es sei Unbefugten verboten, sich hier aufzuhalten. Waren wir befugt?




„subjektiv fenster“ heißt die Gruppenausstellung, die in der MKgalerie noch bis zum 26. 2. 2011 zu sehen ist. Eine meiner Lieblingsaustellungen 2008 lief in der Mkgalerie: William Engelen mit dem Titel „Verstrijken für Ensemble no2.“. Mindestens viermal war ich damals dort. Hingucker des gestrigen Abends in der MKgalerie waren u.a. die Stickbilder auf Putzlappen von Wynolt Visser.

 

Als ich nach Hause ging, wurden Vorbereitungen für den heutigen Auftrieb zur Verleihung der Goldenen Kamera getroffen. Roter Teppich war schon da. Es regnete immer noch.

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