Sonntag, 24. März 2013

Kleine Tierkunde





Anstatt leerer, scheint es immer voller zu werden im Atelier.  Natürlich miste ich ordentlich aus. Viel ist ja schon weg.





Von einigen Werken der Ölpanscherei trennte ich mich auch. Vor der Entsorgung musste die natürlich zerstört werden – was gar nicht so einfach war: Mit dem Cutter kam ich nicht durch die harte Oberfläche. Sägen versuchte ich, war zu aufwendig und dauerte zu lange. Schließlich nahm ich ein Stecheisen. Das funktionierte.


Beim Aufräumen fand ich drei Weißheitszähne, zwar sind mir schon vor vielen Jahren alle vier gezogen worden, doch einer wurde dabei damals zertrümmert.
Die beiden Schädel schmückten bis dato die Fensterbank. Beide sind aus meiner Studienzeit, der eine ist von einem Bären, den anderen bekam ich von meinem ersten Prof. geschenkt, als er in Rente ging. Unverkennbar ein Böckchen (gehört übrigens nicht zu dem Rehskelett, das beim dritten olompischen Gewinnspiel zu gewinnen ist. Auslosung und Bekanntgabe des Gewinners in Kürze).

Ich bin immer wieder selbst überrascht, wie viele wredesche Werke es mit Tieren gibt. Begonnen hat alles mit einer Serie von Schweinen in Öl (übrigens: das erste Schwein entstand aus einem Selbstporträt).
Schafe, Ziegen, Hunde und Kreaturen kamen hinzu.
Katzen oder andere Tiere in Öl gibt es nicht.

Inmitten der Umzugsaktivitäten bekam ich gestern Besuch von einem Stadtkind. Wir trafen uns, um wieder einmal gemeinsam zu zeichnen, unsere letzte Aktion liegt schon einige Jahre zurück. Beim Sichten früherer Geschichten hatten wir viel Freude. Zu gerne möchten wir diese Freude teilen, deshalb dachten wir schon öfter mal an eine Veröffentlichung. Und tun das weiter. Dem Stadtkind, dessen Name hier an dieser Stelle nicht verraten wird, zeigte ich, bevor wir zum Zeichnen in eine Kneipe gingen, noch einige von den Tierbildern.
Nicht jedes wredesche Tier ist ein Schwein.



»Oh, das ist aber ein schönes Schwein!«
»Das ist kein Schwein!«
»Aber es hat doch Hörner!«

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