Die Künstlerin Barbara Wrede, Berlin, veröffentlicht in ihrem Blog Szenen aus dem Alltag, Notizen zu Kunst und zu Ausstellungen und gibt einen Einblick in ihr Atelier und darin entstehende Arbeitsserien. Oder in andere Geschehnisse. Manchmal in Worten, manchmal als Skizze, Cartoon, Zeichnung oder Foto oder Vignette. Je nachdem. Um die Abbildungen genauer zu betrachten bzw. zu vergrößern, reicht ein Klick mit der Maus in die Bilder. Für den Inhalt externer links ist Barbara Wrede nicht verantwortlich. Alle Fotos (wenn nicht anders angegeben) ©Barbara Wrede und VG Bildkunst, Bonn.

Donnerstag, 15. November 2012

Finissage

Am kommenden Samstag, 17.11.12 endet die Ausstellung
Wartende Hunde – ein Versuch über die Treue.

Kurzinfo zu der Ausstellung:
Seit 1994 fotografiere ich wartende Hunde im Stadtraum. Von diesem Fotoarchiv ausgehend, entwickelte ich die großangelegte Serie: »Wartende Hunde – ein Versuch über die Treue«. In diesem Jahr entstanden zahlreiche Ölgemälde, die gleichzeitig ein Versuch waren, der Malerei neu zu begegnen.
Außerdem gibt es ca 150 Porträts von Hunden in Graphit in verschiedenen Formaten (bis 100 x 70 cm.) »Hunde vor dem Ruhm« heißt diese Folge. Die Porträts sind mit einer entschlossenen, puren Linie gezeichnet, die keine andere Möglichkeit zulässt. Begonnen habe ich mit dieser Folge erstmalig 1999, damals noch unter dem Serientitel »Hunde vor ihrer ersten Preisverleihung«. Inspiriert hatten mich damals Porträtstücke der amerikanischen Künstlerin Elisabeth Peyton, die dicht am Kitsch  – und manchmal mittendrin – Aquarelle und kleine Werke in Öl von Menschen schuf, bevor diese zu öffentlichem Ansehen gelangten.
Parallel zu den Porträts von Hunden entstanden »Fellstücke«, die mit nur einem Farbstift gefertigt sind. Hier bestimmt der Rhythmus der Hand das Erscheinungsbild (Formate bis 122  x 84 cm).»Hunde vor dem Ruhm« und »Fellstücke« sind eine Hommage an die Zeichnung.
Ausstellungsansicht »Wartende Hunde – ein Versuch über die Treue«, Galerie R31, Berlin
Die komplette Serie »Wartende Hunde – ein Versuch über die Treue« ist Hachiko, dem japanischen Akita gewidmet, der zehn Jahre am Bahnhof auf sein verstorbenes Herrchen gewartet hat.

Ohne Hunde würde es viel mehr Kriege geben. Durch den Besitz wird manch Halter sozialisiert, auch solche, die als unheilbar scheinen, meinte W. bei Nacht und Nebel in der R31 zu mir. Er hatte gerade einen wissenschaftlichen Text zu diesem Thema gelesen. Also lieber nicht vorstellen, was in Berlin oder in anderen Großstädten los wäre, wenn es keine Hunde geben würde (jaja, ich weiß, für manch eine Profilsohle wäre das von Vorteil). Trümmerhaufen aus eingeschlagenen Schädeln.

Wer keinen echten Hund haben will, aber einen Beitrag zum Weltfrieden leisten möchte, für den ist vielleicht die Kombination aus Kunst und Hund etwas.

Herzliche Einladung zur Finissage
in die R31 am 17. November 2012 von 15 bis 19Uhr.
Öffnungszeiten: heute, morgen und am Samstag jeweils von 15 bis 19 Uhr
Reuterstraße 31, 12047 Berlin, Telefon: 030-69598231

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