Die Künstlerin Barbara Wrede, Berlin, veröffentlicht in ihrem Blog Szenen aus dem Alltag, Notizen zu Kunst und zu Ausstellungen und gibt einen Einblick in ihr Atelier und darin entstehende Arbeitsserien. Oder in andere Geschehnisse. Manchmal in Worten, manchmal als Skizze, Cartoon, Zeichnung oder Foto oder Vignette. Je nachdem. Um die Abbildungen genauer zu betrachten bzw. zu vergrößern, reicht ein Klick mit der Maus in die Bilder. Für den Inhalt externer links ist Barbara Wrede nicht verantwortlich. Alle Fotos (wenn nicht anders angegeben) ©Barbara Wrede und VG Bildkunst, Bonn.

Samstag, 26. November 2011

patientbook – wie ein Buch entsteht

Material: Falzbein, Lineal, Bleistift, Cutter, Schere, Zollstock, Geodreieck, Buchpresse, Gaze, Umschlagpappe, Buchbinderleim, Schmierpaier, Schneidematte, mdf-Platten zum Pressen u.a. . Kopieshop in der Nähe (kopieren und Buchblöcke schneiden). 
Achtung Raucher: Tabakbrösel können in den Leim/Klebestellen fallen und schlimme Flecken machen.
Buchblock aufstossen, in die Presse spannen, nach links auffächern, mit Leim beschmieren, zur anderen Seite fächern, mit Leim beschmieren, geleimten Rücken mit Daumen und Zeigefinger zusammendrücken, Gaze aufleimen. Pressen. Warten. Trockenzeit.

Vorsatzpapier zuschneiden, falten und an den Block kleben, Gaze darüberziehen. Pressen. Warten. Buchblöcke dreiseitig beschneiden. Blockbeschneidung unbedingt im Kopieshop oder bei jemandem, der eine Blockschneidemaschine hat. Bloß nicht versuchen, mit dem Cutter an den Buchblöcken herumzugurken, das geht meist richtig schief und die bisherige Arbeit und das Material sind fürn A...

Umschlagpapier zuschneiden, Position für den Buchrücken anzeichnen, falzen und vorknicken.
Titelgestaltung.
Vorzeichnung mit Feder und Scribtol nachzeichnen. 
Die Katze sitzt auf ihrem Lieblingsplatz und beobachtet mich. Später springt sie in den Papierkorb.
Vor dem Einhängen des Buchblocks unbedingt die Blickrichtung prüfen. Umschlag/Buchrücken mit Leim bestreichen. Buchblock an den Umschlagrücken pressen und mit sauberem Lappen andrücken.
Bücher pressen. Warten.                 Während der Trockenzeit die frischgedruckten Briefkarten falzen.
Das Umschlagpapier ist sehr empfindlich. Deshalb bekommt das „patientbook“ noch einen Transparentpapierschutzumschlag. Die Signatur zum Schluss. Fertig. 

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