Die Künstlerin Barbara Wrede, Berlin, veröffentlicht in ihrem Blog Szenen aus dem Alltag, Notizen zu Kunst und zu Ausstellungen und gibt einen Einblick in ihr Atelier und darin entstehende Arbeitsserien. Oder in andere Geschehnisse. Manchmal in Worten, manchmal als Skizze, Cartoon, Zeichnung oder Foto oder Vignette. Je nachdem. Um die Abbildungen genauer zu betrachten bzw. zu vergrößern, reicht ein Klick mit der Maus in die Bilder. Für den Inhalt externer links ist Barbara Wrede nicht verantwortlich. Alle Fotos (wenn nicht anders angegeben) ©Barbara Wrede und VG Bildkunst, Bonn.

Montag, 18. April 2011

Wettkampf

Im Sport und Olympia Museum in Köln erfährt man, dass bei Gründung der Olympischen Spiele der Neuzeit im Jahr 1896 von Pierre de Coubertin auch in verschiedenen Kunstsparten Medaillen vergeben wurden. Logisch dieser Gedanke, denn auch in den Künsten setzt man sich ja dem ständigen Kampf – sei es „nur“ dem zu überleben – aus.
In diesem direkt am Rhein und in Nachbarschaft zum Schokoladenmuseum gelegenen Museum 
sieht man beim Rundgang z. B. einen von Boris Becker aus Wut zertrümmerten Tennisschläger, diverse Sportanzüge großer Athleten, einen schwarz-weiß Film aus vergangenen Zeiten mit einem boxenden Känguruh, Wellenreiter, die Vorläufer der heutigen Tischtennisschläger, mit denen langberockte Damen Ping-Pong-Turniere spielten, Holzpferde, die Soldaten als Aufstiegsobjekt zum Üben zur Verfügung standen, Pokale, Trikots, Sprintentscheidungen auf Monitoren, verschiedenste Skateboardmodelle, in Bronze gegossene Torwarthände und Fußballspielerfüsse und und und – und man erhält so einen prima Einblick in die Geschichte des Sports und in die der Olympischen Spiele. 


Sogar die Toiletten sind mit sportlichem Dekor bestückt. 

Mir fiel ein Wettbewerb meiner heimatlichen Volksbank ein, an dem ich 1980 teilnahm. Thema war: Sport. Damals reichte ich ein Bild mit einem auf dem klositzenden Männchen ein, das an einem Expander zieht. Sport an jedem Ort, stand darunter. Und was habe ich gewonnen? Ein Buch über die Olympischen Spiele 1980. Das nur nebenbei. 

Auf dem Dach des Museums gibt es zwei Bolzplätze, auf denen das eine oder andere Turnier ausgetragen wird, manchmal mit prominenter Besetzung aus der rheinischen Museumsszene. Weil Freitag keine Gegner da waren, hielt ich nur die Stollen meines rechten Fußballschuhes in die Linse. Eine Art Endpunkt auf der Mittellinie. Dabei erinnerte ich mich an eine Begegnung mit dem sechsjährigen Jerome aus der Nachbarschaft, der auf meine Schuhe guckte, geil Fußballschuhe, sagte und dann forderte: Eyh, zeig mal deine Noppen.



Deutsches Sport und Olympia Museum
Öffnungszeiten: Di - Fr 10.00 bis 18.00 Uhr, Sa, So, feiertags: 11.00 bis 19.00 Uhr
Im Zollhafen 1
50678 Köln
Telefon: 0221 / 33 609 - 0
Telefax: 0221 / 33 609 - 99
E-Mail: info@sportmuseum.de


Anschließend traf ich auf dem Weg zum Buchhändler meines Vertrauens einen sich sonnenden Hund, knipste dann noch pausierende Köche und seltsame Sackreihen in einer Absperrung am Dom und plötzlich merkte ich, dass ich Hunger hatte. 


Die Veggieburger bei Mc Donalds in der Kölner Fußgänger Zone sind leider nicht so gut, wie die in der Berliner Wrangelstraße. Vielleicht habe ich jetzt auch endlich den Titel von meinem Projektvorhaben erreicht: 
Over-veggie-me. 
Bin bei Nummer 192 angelangt. Ächz. 
Dick wird man da übrigens nicht von. 
Auch nicht von Cola, liebe Kinder. Immer rein damit.

Kommentare:

Silke - die Coachfrau hat gesagt…

Liebe Kinder, mit dem Cola trinken ist es so: Ihr bleibt nur dann schlank trotz Coco Cola, wenn ihr dasselbe sportliche Tages-Programm wie Barbara absolviert. Also: stundenlang stramm durch die Stadt marschieren oder immer wieder quer durch Berlin mit dem Fahrrad und täglich mehrmals bis ins höchste Stockwerk die Treppen nehmen... dann geht auch mal eine Cola, jawoll, da hat die Barbara recht :-D

olompia • Barbara Wrede hat gesagt…

... und Silke, die Coachfrau auch!

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