Die Künstlerin Barbara Wrede, Berlin, veröffentlicht in ihrem Blog Szenen aus dem Alltag, Notizen zu Kunst und zu Ausstellungen und gibt einen Einblick in ihr Atelier und darin entstehende Arbeitsserien. Oder in andere Geschehnisse. Manchmal in Worten, manchmal als Skizze, Cartoon, Zeichnung oder Foto oder Vignette. Je nachdem. Um die Abbildungen genauer zu betrachten bzw. zu vergrößern, reicht ein Klick mit der Maus in die Bilder. Für den Inhalt externer links ist Barbara Wrede nicht verantwortlich. Alle Fotos (wenn nicht anders angegeben) ©Barbara Wrede und VG Bildkunst, Bonn.

Samstag, 10. September 2011

Routenplaner: Alles fürne Wurst

Der vielzitierte Kunstherbst begann für mich am Mittwoch. ABC. In guter Beleitung übersteht man selbst schlimmes. Obwohl, schlimm war sie, die ART BERLIN CONTEMPORARY, eigentlich gar nicht, sondern langweilig und mit einem so schlechten Leitsystem ausgestattet, dass wir nur noch meckerten. Das feststellend, stellten wir fest, dass wir uns einig waren.
In einer Koje ein Video mit einem mopsigen, zeichnenden Kind in Schuluniform. Weil sich hier und heute alles um Kunst drehte, zeichnete es wohl ein Kunstwerk in einem Museum oder einer Ausstellung ab, ich fühlte mich jedenfalls an so eine Situation erinnert. Das Kind guckte ab und an mal so ganz haarscharf an der Kamera, die ja gleichzeitig immer Betrachterauge ist, vorbei. Kaum ist der Mops aus der Mode, werden mopsige Kinder vorgeführt, kicherten wir.

Die Frage, die ich von der ABC mit nach Hause nahm lautet:
Warum Mops eigentlich immer mit dick verbunden wird, Möpse sind doch gar nicht dick.
Eine Mopszeichnung für jeden, der mir diese Frage bis zum 13. 9.11 beantworten kann.
Die Mopszeichnungen kommen dann natürlich per Post und sind Unikate!
Hauptgewinn: Doppelmops.

Am Donnerstag war ich auf der Preview im Flughafen Tempelhof. Von allen Messen war sie im letzten Jahr die, die mir am besten gefiel. Zum Glück war ich auch am Donnerstag in guter Begleitung unterwegs, denn ich war doch einigermaßen geschockt, wie die schöne Preview zur Liste mutierte, letztere schenkte ich mir von vornerein. Bei Curry 36 gabs zum Trost Pommes mit Ketchup, fast hätte ich mir eine Currywurst gekauft. Braucht selbst die Vegetarierin manchmal.
Am Freitag konnte ich B. überreden, sich doch mit mir und Herrn Schröder in der Lindenstraße zu treffen. Das tat sie. Guter Start in der Galerie Borch Jensen vor Arbeiten von Tacita Dean. In der Etage darüber zeigte die Galerie Berinson Fotos von Jacques Henri Lartigue, die Schmunzeln über die Momentaufnahmen und Hochachtung zugleich zauberten. Wir wechselten die Häuser.
Aus unserer Haut kamen wir allerdings nicht raus...


Vieles hätte eine schöne Reihe für die Serie: „Hände vor“, die Herr Schröder und ich bereits im Februar diesen Jahres begannen, gegeben – wenn wir rechtzeitig daran gedacht hätten.
Haben wir nicht und deshalb gibts nur diese beiden Motive, von denen das eine nicht richtig dazu gehört, weil Herr Schröder es einem minderjährigen Verwandten oder Bekannten zeigen möchte, der Kronkorken sammelt.
Danach noch in der Charlotten-und der Markgrafen-Straße gewesen. Neben
den Vernissagen fand dort eine türkische Hochzeit statt. Vor der Festivität und den anliegenden Galerien war ein Bratwurststand aufgebaut.


Gestern Abend brauchte ich eine Wurst.
Als die weg war, fuhren wir in die Kochstraße.




Vor dem Aufgang versuchte ich, einen Hund, der an einer Leine befestigt war, die ganz aus Würsten zusammengesetzt war, zu fotografieren. Das Frauchen schlenkerte die Leine zu sehr hin und her und das Ergebnis wurde unscharf, immerhin ein Eindruck.







Heute stand dann die Potsdamer Straße auf dem Programm, zuerst Dan Petermann, der mit Gummiknochen alles passend für die Galerie Klosterfelde gemacht hat.
Anschließend guckte ich mir noch viel mehr an. Plötzlich war der Akku leer und mein Lieblingsschreibwarenladen die Lützow-Biene hatte auch schon zu.
Die meisten Galerien haben morgen geöffnet, die Messen auch.
Und morgen ist Ausstellungseröffnung in Lübeck.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Also Frau Wrede, das ist doch gar keine Frage:
Nein, nicht alle Möpse sind dick. Meine beiden z.B. nicht.

Dolly D.

olompia • Barbara Wrede hat gesagt…

Liebe Dolly D., da tut sich ja schon die nächste Frage auf.
In dem Gewinnspiel ist natürlich die Hunderasse gemeint, die urprünglich nicht dick ist. Natürlich gibt es einige Exemplare, die dicker sind als die anderen, aber das ist bei Lebewesen nun mal so. Warum aber muss der Mops, der ja nun einige Zeit Modehund war und nach und nach von Berner Senn und Dackel abgelöst wird, auch das vermehrte Aufkommen des Akitas beobachte ich mit großer Freude, warum muss der Mops also seinen Namen für Begriffe wie „dick“ und „Busen“ hergeben? Weder das eine noch das andere ist seine Natur bzw sieht ihm ähnlich. Liebe Dolly D., ich bedanke mich herzlich für Ihre Kundgebung, eine Beantwortung meiner Frage ist sie allerdings nicht. Heißt: Kein Mops für Sie.

Anonym hat gesagt…

Frau Wrede, ich bitte Sie, wer sagt denn, dass NICHT von meinen beiden Hunden Ping und Pong die Rede war!

Dolly D.

olompia • Barbara Wrede hat gesagt…

Liebe Dolly D.,
ich beglückwünsche Sie zu der schönen Namensvergabe, die ich nachvollziehen kann und tatsächlich kann ich da auch mithalten, denn ich nenne ein handbestempeltes T-shirt mit dem Aufdruck „ping pong“ mein eigen.
Bis heute um 23.59h haben Sie noch Zeit, sich Gedanken über meine Frage, warum nicht dicke Möpse mit dem Begriff „dick“ in Verbindung gebracht werden, zu machen und mir zu mailen.
Ich würde mich freuen, wenn Ihnen dazu etwas einfällt.
Als Preis für dieses Gedankenspiel gibts einen Mops.

Anonym hat gesagt…

Liebe Frau Wrede,
was sagen Sie zur Theorie, dass die krummen Beine der Möpse schuld sind - und die irrtümliche Annahme, dass krumme Beine nur hat, wer viel Gewicht tragen muss(te)?

Ihre Dolly D.

olompia • Barbara Wrede hat gesagt…

Liebe Dolly D.,herzlichen Glückwunsch!!! Mit Ihrer grandiosen Antwort haben Sie sich einen gezeichneten Mops verdient!
Vielleicht sogar einen Doppelmops. Bitte seien Sie doch so nett und schicken mir Ihre Adresse
(mail an: b.wrede@olompia.de),damit die Zeichnung zugestellt werden kann (erinnern Sie sich übrigens an Pierre Littbarski bzw seine Beine?).

Edgar hat gesagt…

Möpse wirken möglicherweise wegen ihrer kleinen Ohren dick - ich bin da aber kein Experte.
0der liegt es am Hals, der vermutlich vorhanden aber offensichtlich recht kurz geraten ist? Sollte ich diesen Phat-Doggy-Dog-Boobs-Contest gewinnen, wünsche ich mir einen gezeichneten Mops in Form eines Torpedokäfers - der Kopf darf Gon oder Herrn Wöhler ähneln ...

olompia • Barbara Wrede hat gesagt…

Lieber Edgar, eine sehr kluge Antwort – auch wenn Sie sich nicht als Experten bezeichnen möchten, ein schlauer Querdenker sind Sie allemal.
Ich werde mein bestes tun, um Ihren Wunsch nach einem Torpedokäfer-Mops zu verwirklichen. Ob allerdings der Kopf Ähnlichkeit mit Gon oder Herrn Wöhler haben wird? Leider kenne ich keinen von beiden und hoffe, dass meine Phantasie Ihrer Erwartung entsprechen wird. Bitte mailen Sie mir doch noch Ihre Anschrift (an b.wrede@olompia.de).In Kürze werden Sie dann richtige Post von mir bekommen.
Übrigens: In diesem Gewinnspiel teilen Sie sich den ersten Preis mit Dolly D. aus H.! Für Sie beide gibts Doppelmöpse. Herzlichen Glückwunsch!!!

Anonym hat gesagt…

Frau Wrede, vielen Dank, ich freue mich und bin gespannt, wuff!
Ihre
Dolly D.

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