Die Künstlerin Barbara Wrede, Berlin, veröffentlicht in ihrem Blog Szenen aus dem Alltag, Notizen zu Kunst und zu Ausstellungen und gibt einen Einblick in ihr Atelier und darin entstehende Arbeitsserien. Oder in andere Geschehnisse. Manchmal in Worten, manchmal als Skizze, Cartoon, Zeichnung oder Foto oder Vignette. Je nachdem. Um die Abbildungen genauer zu betrachten bzw. zu vergrößern, reicht ein Klick mit der Maus in die Bilder. Für den Inhalt externer links ist Barbara Wrede nicht verantwortlich. Alle Fotos (wenn nicht anders angegeben) ©Barbara Wrede und VG Bildkunst, Bonn.

Dienstag, 5. Oktober 2021

RESET

Am 2.10.2021 wurde im Kunstmuseum Ahlen die Ausstellung RESET – Krise/Chance 
mit Arbeiten von Anna Anders, Christoph Brech, Jutta Burkhardt, Homa Emami, Klaus Fritze, Andreas Gefeller, Lena von Goedeke, Lea Grebe, Alexandra Knie, Andreas Kopp, Hans Op de Beeck, Yasam Sasmazer, Tim Ulrichs, Bill Viola, Thomas Wrede, Noa Yekutieli und mir eröffnet.
 
aus: Drifter, 88 x 61,5 cm, 2020
aus: Drifter, 88 x 61,5 cm, 2020
 
Im Kunstmuseum Ahlen sind zum ersten Mal polierte Schwarzstiftzeichnungen aus meiner in 2020 begonnenen Serie »Drifter« zu sehen, außerdem bislang noch nicht gezeigte Zeichnungen aus meiner Serie »Trautes Heim«, an der ich seit 2007 immer wieder arbeite.
Zu der Ausstellung ist ein umfangreicher Katalog im Wienand Verlag erschienen.
 
Ausstellung bis 16.1. 2022


Cover Programmflyer mit Zeichnung aus »Trautes Heim«
 
Für Besuche und Veranstaltungen gilt die 3G-Regel. 


Öffnungszeiten mittwochs bis samstags15-18 Uhr, 
sonn-und feiertags 11-17 Uhr. 
 
Kunstmuseum Ahlen
Museumsplatz 1
59227 Ahlen 


Freitag, 3. September 2021

Vom Nachwuchs gekürt

In diesem Jahr findet die 89. Herbstausstellung im Kunstverein Hannover vom 4.9. bis zum 31.10.21 an verschiedenen Orten in Hannover statt. Parallel dazu gibt es in diesem Jahr zum dritten Mal die von Schüler und Schülerinnen kuratierte »Digitale Herbstausstellung«. 

Ich freue mich sehr, dass Schüler der IGS Garbsen aus dem Jahrgang II dafür Arbeiten aus meiner Serie »Nachrichten aus dem Paradies« ausgewählt haben – vom Nachwuchs gekürt zu werden, ist mir eine ganz besondere Ehre. Zu sehen ist die »Digitale Herbstausstellung« in Raum 7 des Kunstvereins Hannover.



Montag, 1. März 2021

Ettore Sottsass. Esercizio astratto.


2019 entstand als Auftragsarbeit eine 21-teilige Zeichnungsserie zu einem Essay des italienischen Designers Ettore Sottsass. Thema des Essays von Sottsass ist die Farbe an sich, sind die Erinnerungen an seine Begegnungen mit Farbe in der Kindheit und sind u.a. Überlegungen, ob von den »Dingen gelöste Farbe« existiert. 


Nun ist der Essay mit meinen Zeichnungen als exklusives, nummeriertes und sehr prachtvolles Buchobjekt erschienen. 


Ettore Sottsass. Esercizio astratto (Textauszug) und Farbversunkener hinter Buchstanzung.

Mein Dank für diesen wunderbaren Auftrag und die ebensolche  Zusammenarbeit gilt der 
candela Lightning GmbHDas feine Buchdesign stammt von studio collect.

Donnerstag, 10. September 2020

Abstand. Episode 3: Auf Papier.


Kunstwerke auf Papier aus mehr als zwei Jahrhunderten sind vom 10.9. bis zum 17.10.20 im Kunst Lager Haas zu sehen. Öffnungszeiten während der artweek Berlin: 10.9.-13.9.20 jeweils 10-19Uhr.

An allen anderen Tagen NUR mit Termin.


Zu der Sammlung ist ein umfangreicher Katalog erschienen.




Galerie Michael Haas

Niebuhrstraße 5

10629 Berlin


Kunst Lager Haas

Lise-Meitner-Straße 7-9
10589 Berlin
(nur mit Termin)


Phone: +49 (0) 30 88 92 91 0
Fax: +49 (0) 30 88 92 91 10
Mail:
contact@galeriemichaelhaas.de





Öffnungszeiten:

Montag – Freitag 9 – 18 Uhr

Samstag 11 – 14 Uhr
und nach Vereinbarung

Samstag, 13. Juni 2020

BOOM


»BOOM! Stories« heißt die Ausstellung, zu der mich der 
Kunstverein Neukölln eingeladen hat.

»BOOM! Stories«
Ausstellung mit Arbeiten von Matthias Beckmann, 
Niina Lehtonen Braun, Dana Engfer, Frederik Foert, 
Anna Gusella, Magda Kaufmann, Zeynep Özkazanç (Zozka), 
Korvin Reich, Bodo Rott, Maki Shimizu, Xueh Magrini Troll, 
Pascale Velleine und Barbara Wrede.



Ausstellung vom 19.6. - 26.7.2020
Öffnungszeiten Donnerstag bis Sonntag 14 - 20 Uhr.



Bitte beachten Sie die Abstandsregelung und das Tragen eines Mund-Nasenschutzes.

Die Ausstellung im Kunstverein Neukölln wird während des Festivals 48-Stunden-Neukölln als Schaufensterausstellung präsentiert, die Räume des Kunstvereins bleiben am Festivalwochenende vom 19. bis 21. Juni 2020 geschlossen.

Kunstverein Neukölln
Mainzer Straße 42 
12053 Berlin 
Tel.: 030/56821964 
U8 Bodinstraße/U7 Rathaus Neukölln

Dienstag, 7. April 2020

Eh Du erwachst


Katalog »Eh Du erwachst« und das ihm beiliegende Heft »Nachrichten aus dem Paradies«
»Eh Du erwachst« heißt der monografische Katalog, der mein zeichnerisches Werk bündelt. 
Eigentlich sollte das Buch heute, am 7.April 2020, in den Buchhandel kommen. Ob das in der momentanen Situation
wirklich möglich ist, ist sehr ungewiss. Sicher ist aber, dass die (Vor-) Bestellung eine schöne Gelegenheit ist, auch die lokalen Buchhandlungen in diesen nicht ganz einfachen Zeiten zu unterstützen.
Der Katalog wird vom Beiheft »Nachrichten aus dem Paradies« begleitet, das einen Einblick in meine gleichnamige Serie gibt.

Katalog samt Beiheft erscheint bei der Edition Braus, Berlin. 

Eh Du erwachst, Zeichnungen
Texte: Andreas Schalhorn u. Nikolaus G. Schneider.
Interview: Yvonne von Kalinowsky.
112 Seiten, 107 Abbildungen, franz. Klappenbroschur, dt.-engl., 
Format 31 x 23,5 cm,
inkl. Beiheft »Nachrichten aus dem Paradies«, 24 Seiten, 29 x 20 cm und einem Text von mir.
Edition Braus, Berlin,
ISBN 9783862282081, 22 Euro.

Wer ein signiertes Exemplar haben möchte, wende sich bitte direkt an mich. 
25 Kataloge erscheinen als Vorzugsausgabe; einige wenige Exemplare sind noch zu haben.
Wer eine Vorzugsausgabe haben möchte, melde sich bitte wegen weiterer Infos/Bestellung bitte ebenfalls direkt bei mir.

Samstag, 29. Februar 2020

Mit Stich und Faden

Plakat mit Motiv von Barbara Wrede und Franz Marc.
»Mit Stich und Faden – Expressionistische und zeitgenössische Kunst im Gegenüber« , Ausstellung wurde bis zum 1. November 2020 verlängert!

Expressionistische Arbeiten von Wassily Kandinsky, Ernst Ludwig Kirchner, Fifi Kreutzer, August Macke, Franz Marc, Gabriele Münter, Christian Rohlfs und Marta Worringer treffen auf zeitgenössische Positionen von Robert Abts, Walter Bruno Brix, Jochen Flinzer, Angelika Frommherz, Sylvie Hauptvogel, Claudia Kallscheuer, Gisoo Kim, Alexandra Knie, Suscha Korte, Bea Meyer, Vanessa Oppenhoff, Barbara Wrede und Andrea Ziegler. 

In dieser Ausstellung ist eine Auswahl meiner Fadenbilder zu sehen. Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog. Kuratorin der Ausstellung ist Dr. Ina Ewers-Schultz.

«Mit Stich und Faden – Expressionistische und zeitgenössische Kunst im Gegenüber«
Museum August Macke Haus
Hochstadenring 36
53119 Bonn

Öffnungszeiten VORERST Freitag bis Sonntag 11-17Uhr,  Ausstellung bis 1.11.2020. 

Montag, 17. Februar 2020

Andruck

Katalogandruck bei Spreedruck, oben: Hauptkatalog »Eh Du erwachst«, unten: Beiheft »Nachrichten aus dem Paradies«.

Heute findet der Katalogandruck von »Eh Du erwachst«statt. Anfang März wird mein Buch an den Buchhandel ausgeliefert, natürlich kann man es sich schon jetzt vormerken lassen / vorbestellen. 
Das Vorwort verfasste Andreas Schalhorn, Yvonne von Kalinowsky hat ein Interview mit mir geführt und Nikolaus G. Schneider einen Textbeitrag geschrieben. Das Layout und den Satz habe ich Carola Wilkens, die Übersetzung Bettina Vestring / Judy Dempsey und die Fotografien Friedhelm Hoffmann zu verdanken. Auf dieses Impressum bin ich ganz besonders stolz.
Der Katalog wird vom Beiheft »Nachrichten aus dem Paradies« begleitet, das einen Einblick in die gleichnamige Serie gibt.
Katalog samt Beiheft erscheint bei der Edition Braus, Berlin, auch darüber bin ich sehr froh.
Zu dem Katalog gibt eine Vorzugsausgabe (25 Exemplare bestehend aus signiertem Katalog und Originalzeichnung), 
einige wenige Exemplare sind noch zu haben, wer möchte, bitte bei mir melden (b.wrede(at)olomoia.de).

Barbara Wrede
Eh Du erwachst
Format 31 x 23 cm, 107 Abbildungen, franz. Klappenbroschur, dt.-engl.
Texte: Andreas Schalhorn und Nikolaus G. Schneider, Interview: Yvonne von Kalinowsky
Beiheft »Nachrichten aus dem Paradies«, 24 Seiten, 29 x 21 cm, Text: Barbara Wrede 
Edition braus, Berlin
ISBN 9783862282081
22 Euro

Sonntag, 22. Dezember 2019

Ankündigung


Ein kleiner Blick in die Verlagsvorschau der Edition Braus zeigt: die Arbeit am Katalog ist in der heißen Phase angelangt. Dass die Publikation, die mein zeichnerisches Werk ab 2006 bündelt, ganz großartig wird, sei hier schon verraten.
Neben über 100 Abbildungen, einem Interview und zwei Texten zu meiner Arbeit, erscheint »Eh Du erwachst« samt Beiheft. In letzterem, das wie ein Schulheft daherkommt, ist eine Auswahl meiner Serie »Nachrichten aus dem Paradies« in Originalgröße abgedruckt.
Der Hauptkatalog »Eh Du erwachst« wird wird durch Titel meiner Serien in Kapitel unterteilt: Trautes Heim, Moritat vom Schweben, was nützt die Liebe in Gedanken, face to face, Fremde im Dorf ...



Bestellbar und vorbestellbar ist das gute Stück in jeder Buchhandlung:

»Eh Du erwachst«
Barbara Wrede, Zeichnungen
ca 100 Abbildungen,
deutsch-englisch,
31,5 x 23 cm, Klappenbroschur,
112 Seiten mit 24 seitigem Beiheft
22 Euro
EDITION BRAUS
ISBN 978-3-86228-208-1

Montag, 9. Dezember 2019

Innen ist außen – außen ist innen




Vor dem Atelier. Hinter dem Atelier. Oben und unten auch. Im Atelier kein Licht in Sicht.

Dienstag, 27. August 2019

Zeichnen für das Parlament

Am Sonntag, dem 8. September 2019 findet der »Tag der Ein-und Ausblicke« im Deutschen Bundestag statt. 
Ich freue mich sehr, dass der Kunstbeirat des Bundestags mich eingeladen hat, an diesem Tag einen Kunstworkshop durchzuführen.

Thema: Steckbriefe fürs Parlament
Kunstworkshop für Kinder, Jugendliche und Erwachsene
Zeit: 8.9.2019, 11-19 Uhr 
Das volle, tolle Programm rund im die Kunst im Deutschen Bundestag hier als Kopie aus dem newsletter des Kunstbeirats:
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Der Bundestag öffnet in diesem Jahr bereits zum 15. Mal seine Türen für die Öffentlichkeit. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, am Sonntag, dem 8. September 2019 von 9 bis 19 Uhr im Reichstagsgebäude, im Paul-Löbe-Haus und im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus einen Blick hinter die Kulissen von Parlament und Politik zu werfen. Wir sind mit einem Kunstprogramm beteiligt, bei dem wir Kunst in sonst unzugänglichen Gärten und Grünanlagen der Bundestagsliegenschaften zeigen, Katharina Grosses großartige (und bislang verhüllte) Wandbilder im Lüders-Haus besuchen, Juliane Ebner ihren inzwischen vielfach international prämierten Film „Landstrich“ aufführt und Simon Schwartz nochmals eine Comic -Lesung zu seinem vielbeachteten Buch (beides Auftragsarbeiten des Kunstbeirats) “Das Parlament. 45 Leben für die Demokratie“ veranstaltet. Außerdem konnten wir die Künstlerin Barbara Wrede gewinnen, ein offenes Atelier für Kinder, Jugendliche und Erwachsene anzubieten.

Das Kunstprogramm zum TEA 2019

ganztägig
Kunstquiz: 
Gegen das richtige Lösungswort gibt’s am Infostand in der Halle des Paul-Löbe-Hauses so lange der Vorrat reicht das Comic-Buch „Das Parlament. 45 Leben für die Demokratie“ von Simon Schwartz und den Katalog „Lorbeeren für Schadow“ von Moritz Götze.

ganztägig
Steckbriefe fürs ParlamentOffenes Atelier zum Zeichnen und Collagieren für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit der Künstlerin Barbara Wrede. 
Laufender Einlass, keine Anmeldung notwendig. Veranstaltungsfoyer im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus.

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10h : Führung „Geheime Gärten“ (Dr. Andreas Kaernbach)
Treffpunkt Informationsschalter IK 4 in der Halle des Paul-Löbe-Hauses, Dauer 90 Min., bitte vorher am Infostand anmelden!

11h:Führung „Große Kunst in großen Hallen“ (Kristina Volke)
Treffpunkt: Halle Marie-Elisabeth-Lüders-Haus (3. Stock) am Café, Dauer etwa 40 Min., bitte vorher am Infostand anmelden!

12h: Führung „Geheime Gärten“ (Dr. Andreas Kaernbach)
Treffpunkt Informationsschalter IK 4 in der Halle des Paul-Löbe-Hauses, Dauer 90 Min., bitte vorher am Infostand anmelden!

13h: Filmvorführung „Landstrich“ und anschließendes Künstlerinnengespräch mit Juliane Ebner (Kristina Volke), Cafeteria „Lampenladen“ im Paul-Löbe-Haus

14h: Führung „Geheime Gärten“ (Julia Pfannschmidt)
Treffpunkt Informationsschalter Schalter IK 4 in der Halle des Paul-Löbe-Hauses, Dauer 90 Min.bitte vorher am Infostand anmelden!

15h: Comic-Lesung. 
Der Künstler Simon Schwartz liest aus seinem Buch „Das Parlament. 45 Leben für die Demokratie“ und anschließendes Künstlergespräch (Kristina Volke), Cafeteria „Lampenladen“ im Paul-Löbe-Haus.

16h: Führung „Geheime Gärten“ mit Gebärdensprachenbegleitung!(Julia Pfannschmidt)
Treffpunkt Informationsschalter IK 4 in der Halle des Paul-Löbe-Hauses, Dauer 90 Min., bitte vorher am Infostand anmelden!

17h: Führung „Große Kunst in großen Hallen“ (Kristina Volke) 
Treffpunkt: Halle Marie-Elisabeth-Lüders-Haus (3. Stock) am Café, Dauer etwa 40 Min., bitte vorher am Infostand anmelden!
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Freitag, 12. Juli 2019

Meilensteine

Ein Meilenstein ist ein Stein, der einen zurückgelegten Weg kennzeichnet, im beruflichen Leben steht er für eine Etappe, die erfolgreich gemeistert wurde.
Mein Meilenstein liegt im Kalender auf dem 12. Juli 2019: an diesem Tag vor genau 25 Jahren, 11 Uhr, habe ich meinen Abschluss als Bildende Künstlerin, Schwerpunkt Malerei, an der Universität Kassel mit dem Zusatz herausragend bestanden – was immer das im Leben mit und von der Kunst zu bedeuten hat. Damals wurde noch immer und überall ordentlich geraucht, in Ateliers in Öl und Terpentin gedampft, in Besprechungs- und Prüfungsräumen auch. Nicht nur deshalb hatte ich in den letzten beiden Semestern ein Atelier für mich alleine. 


Geprüft wurde ich von Silke Leverkühne, die als Gastprofessorin meine Zweitprüferin war und von Urs Lüthi als mein Erstprüfer. Für Urs Lüthi war ich die Erstgeprüfte (er hatte seine Professur an der Kunstuni in Kassel noch nicht so lange inne). Heute wie damals bin ich ganz stolz darüber, dass das so war. Vor der Prüfung zog ich mich einige Male um, zu Anett Frontzeks Prüfung, die zwei Stunden vorher war, trug ich einen Latzrock (der war schon die dritte Variante des Tages). Ich bin mir nicht mehr sicher, ob Silke auch die Prüferin von Anett war oder ob sie nur wie ich als Zuhörerin dabei war, jedenfalls raunte sie mir zu, dass wir die Prüfung nicht so trocken machen würden, wie der Prof von Anett das veranstaltete. 
Kurz vor meiner Prüfung rannte ich noch einmal nach Hause, entschied mich dort schließlich für die Variante »heute eher abgeranzt« und schlüpfte in eine fadenscheinige Trainingshose, ein maritim anmutendes und zwei Nummern zu großes T-shirt vom Flohmarkt und abgelatschte Sandalen. Auf der Treppe hoch zum Prüfungsraum ging Urs Lüthi hinter mir und noch viele andere, meine Prüfung war öffentlich. Ich betete, dass durch die Löcher in meiner Hose nicht zu viel Fleisch schimmerte und steckte mir, oben angekommen, erst einmal eine Zigarette an. An den Wänden hingen meine Arbeiten aus dem letzten Jahr, auf einer Seite die farbigen und erkennbar figürlichen, auf der anderen Seite die zu grau vermanschten und alle Farben der Welt in sich tragenden Ölbilder, dazu las ich aus meinen Ateliernotizen vor. Beim Vorlesen fiel mir auf, wie oft ich das Wort Scheiße geschrieben hatte. Das bemerkte auch die ehemalige Leiterin der Neuen Galerie/Kunstmuseum Kassel, mit der ich damals noch per Sie war. 
von links: Anett Frontzek, Urs Lüthi, ich, Silke Leverkühne, Ingrid Wrede am 12.7.1994 in Raum 301 , Kunstuni Kassel
Abends gab es eine große Party in meinem ersten externen Atelier. Das hatte ich mir schon zu Studienzeiten gesucht, gegenüber von der Lolita-Bar in Kassel war das, ohne Tageslicht und Heizung (daran sollte sich in den nächsten 24 Jahren nichts ändern, aber das wußte ich damals zum Glück noch nicht). Ich kann mich noch erinnern, dass ich einem der jüngeren Star-Profs, der unangemeldet auf der Party erschien, eine knallte, als er mich begrabbelte, er machte dann die Biege, die Party ging bis in die frühen Morgenstunden. 
Motto war »Sternstunden der Menschheit« und die feierte ich mit Philipp Hennevogl und Anett, die am gleichen Tag wie ich mit der Uni abgeschlossen haben. So ging alles gut über die Bühne und jetzt bin ich seit 25 Jahren Freiberuflerin. 




In Berufen, die nicht so frei wie der meinige sind, werden für so ein Jubiläum Urkunden und Geschenke, Wimpel, Wappen, gar Fahnen und goldenes Zeugs, Pokale, Becher, Tassen, Ketten, Ringe, Uhren, Anstecknadeln verteilt. Es wird gefeiert und auf den Pudding gehauen oder rein.
Die erwähnten Dinge wird es im Hause Wrede nicht geben – ich konnte es allerdings nicht lassen, mir selbst eine Urkunde zu schreiben, damit ich sie mir rahmen und an die Wand hängen kann.
Außer der wird es natürlich noch etwas geben, das mein Schaffen feiert. Deshalb ist die Arbeit an einem Katalog, der eine Auswahl meiner Zeichnungen bündelt und bei der edition Braus in Berlin erscheinen wird, in vollem Gang. Dazu wird es eine Vorzugsausgabe von 25 Stück, bestehend aus einer Tuschezeichnung (30 x 21 cm auf Büttenpapier, Unikat) und signiertem Katalog geben. 
Wer Details dazu wissen möchte, melde sich, Bestellungen nehme ich gerne entgegen.





Sonntag, 5. Mai 2019

Im Atelier

In den letzten Monaten entstand im Atelier eine Auftragsarbeit, die den italienischen Designer Ettore Sottsass und einen seiner Essays über Farbe zum Thema hat. Meine Zeichnungen dazu werden demnächst in Buchform publiziert (dann mehr dazu).

Nun widme ich mich wieder eigenen Arbeiten, zeichne z.B. Kreisblätter, inspiriert einerseits von Landschaft (Auslöser war eine Luftaufnahme von Wasserspeichern in der Wüste) und Erinnerungen an meine Kindheit, in der die Zeitung »Isenhagener Kreisblatt« hieß und auch heute noch so heißt. 

Und nicht nur dieses Blatt trägt den Namen »Kreisblatt« im Titel. Es gibt einige regionale Tageszeitungen die Kreisblätter sind, manche heißen auch Kreiszeitung oder Kreisanzeiger und Rundschau hat ja auch etwas mit Kreis zu tun.






Backnanger Kreiszeitung,
Böblinger Kreiszeitung,
Delmenhorster Kreisblatt, 
Haller Kreisblatt, 
Höchster Kreisblatt, 
Iserlohner Kreisanzeiger,
Kölnische Rundschau, 
Lachauer Rundschau, 
Groß-Genauer Kreisblatt,
Ludwigsburger Kreiszeitung,
Rotenburger Kreiszeitung,
Westfälische Rundschau...












Außerdem zeichne ich weiter an meiner 2018 begonnenen Serie »Nachtschicht«, in der das Dorf meiner Kindheit (am Heiligen Abend) die tragende Rolle spielt. 














Erinnerungen wie in Blei gegossen.
Texte zu den einzelnen Blättern sind in Arbeit. 
Mapping the village.
Und zwischendurch schone ich das Handgelenk.

Freitag, 7. Dezember 2018

Das ganze Welttheater

Das ganze Welttheater, so heißt der Beitrag über mich, der auf dem Kunstportal von boesner und von boesner veröffentlicht wurde. Den Text dazu hat Dr. Martina Padberg geschrieben.
Der in den Beitrag eingebettete Film gibt auch noch einmal einen Einblick in mein altes Atelier.
screenshot aus dem Beitrag



Donnerstag, 1. November 2018

Jedenfalls: Kopf auf Hals

»Jedenfalls: Kopf auf Hals« hieß der Herbstferienworkshop in der Kommunalen Galerie, der unter meiner Leitung und in Zusammenarbeit mit Jugend im Museum stattfand.
Aktueller Ausstellungsbezug war die Ausstellung  »Ordnung und Obsession« der Fotografin Birgit Kleber.

Neben sonderbaren, gruseligen, herrlichen, schönen, kleinen, großen, langen u.a. Köpfen auf Hälsen entstand noch viel mehr: Zeichnungen, Linoldrucke, fantastische Selbstporträts, Porträts von anderen, Brettspiele und und und.
Es wurde gezeichnet, gemalt, gesägt, geschliffen, geklebt, geschnitten, geschraubt, gehämmert, gedruckt ...

In den Osterferien 2019 geht es kompakt weiter (Thema wird noch bekannt gegeben).
Wer nicht mehr so lange warten kann und zwischen 5 und 18 Jahre ist, ist herzlich zum Besuch des offenen Ateliers eingeladen, das immer mittwochs (nicht in den Ferien!) von 15-18h im Atelier der Kommunalen Galerie die Türen öffnet und ebenfalls unter meiner Leitung und in Zusammenarbeit mit der Kommunalen Galerie und Jugend im Museum stattfindet.
Die Teilnahme ist kostenlos, Material vorhanden, Anmeldung nicht erforderlich!

Thema: Wie arbeiten eigentlich Künstler und Künstlerinnen?

Große Frage, viele Antworten!






Sonntag, 23. September 2018

Hipphipphurra

3D-Puzzle, 100.000 Teile? Eher mehr.
Dass es eine Herausforderung sein wird, mein Atelier von gut 90 qm auf knapp 30 qm zu verkleinern, war klar.
Dass diese Herausforderung mich noch mehr als gedacht fordern würde, wurde mir beim Machen klar.
Neben dieser Herausforderung hatte ich mir vorgenommen, eine freie Wand zum Arbeiten zu schaffen.
Mehrmaliges Umräumen, Schichten, Stapeln usw. war dafür erforderlich.
Dass die Ölmalerei dabei in der Zeit hier – vorerst –  auf der Strecke bleiben würde, war mir auch klar.
Was soll´s – Alternativensuche hält das Denken frisch. Und sage ich in Interviews nicht immer, dass der Prozess des Schreibens dem der Malerei sehr nahe kommt?
Voilà – hier ein Blick auf das 100.000-teilige 3D-Puzzle, passgenau.
Was außerdem bislang geschah? Eine neue Rubrik für den wredeschen Köterclub geschaffen. Überschrift: Im Museum, Folge 60, kurz vor der Veröffentlichung.

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