Die Künstlerin Barbara Wrede, Berlin, veröffentlicht in ihrem Blog Szenen aus dem Alltag, Notizen zu Kunst und zu Ausstellungen und gibt einen Einblick in ihr Atelier und darin entstehende Arbeitsserien. Oder in andere Geschehnisse. Manchmal in Worten, manchmal als Skizze, Cartoon, Zeichnung oder Foto oder Vignette. Je nachdem. Um die Abbildungen genauer zu betrachten bzw. zu vergrößern, reicht ein Klick mit der Maus in die Bilder. Für den Inhalt externer links ist Barbara Wrede nicht verantwortlich. Alle Fotos (wenn nicht anders angegeben) ©Barbara Wrede und VG Bildkunst, Bonn.

Samstag, 14. Mai 2011

Routenplaner

Die Akademie der Künste zeigt Werke von Carlfriedrich Claus. „Geschrieben im Nachtmeer“ heißt die Ausstellung. Zeichnen kann wie schreiben sein. Und umgekehrt. Zeichnung ist Schrift. Schrift ist Zeichnung. Schriftgebilde also. Verdichten sich zu Ameisen oder kopflosen Dinosauriern. Blätter, oft beidseitig bearbeitet, aus Transparentpapier oder Cellophan, manchmal bis zu sieben, die übereinander, hinter- und zwischeneinander präsentiert werden.
Der Mann vom Schema kommentierte die Ausstellung mit einem Zitat von Oskar Schlemmer: „Vereinsamung, Verameisung“, als wir uns in der Heidestraße trafen. Vorher war B. schon da, sie kam auf dem Rad, in weißer Hose und grünem Hemd, und sah aus wie eine Blume. 




 

Bei Tanas sind Filme des Künstlers Sarkis – mit den schönen, ruhigen Händen – zu sehen und in der Edition Block Grafik des kapitalistischen Realismus.










Thomas Müller stellt bei Frühsorge aus und bei Christian Hosp in den Hallen am Ufer hängen 100 Cranach nachempfundene Bilder der Gerechtigkeit, diese besondere Art der Malerei hat die Künstlerin Leila Pazooki in Auftrag gegeben.

 





In dem sogenannten berlin gallery district war ich schon am Sonntag der Sammler und Krawallmacher gewesen. Die Galerie Borch Jensen präsentiert dort Baselitz Drucke in einer fast musealen Schau, bei Konrad Fischer konnte ich eine Besucherin mit einem strengen „nanana“ davon abhalten, an den Malstehlen von Nina Canell rumzupulen und bei Nordenhake vor einer Arbeit von Miroslaw Balka dachte ich an ein Rattelschneck Bildchen, auf dem ein Mann sich ein Brett vor den Kopf genagelt hatte – IKEA stand darunter. 




Das Zeichnerduo Rattelschneck steht übrigens seit meiner Studienzeit auf meiner Heldenliste. Ich bin ganz stolz, heute zumindest die eine Hälfte mit einem alternativ bekränzten Haupte hier zur Schau stellen zu dürfen.




Bei fiedler taubert contemporary empfehle ich unbedingt, auch in den am Thresen ausliegenden Mappen und Büchern von Nanna Hänninen zu blättern. Die Galerie Barbara Thumm zeigt unter anderem eine sehr schöne Buchreihenkopie zum Thema Akt und Anatomie von Fiona Banner in der Ausstellung: Snoopy vs the red baron.

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